Vice - Der zweite Mann, USA 2018

Einer der mächtigsten US-Vizepräsidenten aller Zeiten war Dick Cheney. Der Bürokrat und Washington-Insider hat nicht nur eine sagenhafte Karriere hingelegt, er wurde an der Seite von George W. Bush auch zum einflussreichsten Politiker der Welt. Entscheidungen, die Cheney in seiner Amtszeit zwischen 2001 und 2009 getroffen hat, prägen das Land bis heute, sein außenpolitisches Wirken ist nach wie vor spürbar.

Wie viele Amerikaner wusste auch Regisseur Adam McKay nichts über die trügerische, scheinbar unbegreifliche Seite von Dick Cheney, den quasi Ko-Präsidenten von George W. Bush, dessen Wirken die USA spürbar verändert hat. "Ich kannte nicht viele Fakten über Dick Cheney, aber im Zuge der Nachforschungen wuchs meine Faszination in Bezug darauf, was ihn angetrieben hat und woran er glaubte", sagt McKay. "Je mehr ich las, desto größer war mein Erstaunen über die schockierenden Methoden, durch die er an die Macht kam und darüber, wie sehr Cheney die Rolle der USA in der Welt bis heute definiert."

Cheney war schon immer ein sehr geduldiger Mensch, in seiner Freizeit ging er zum Fliegenfischen, auch dabei braucht es viel Ausdauer. Dass er die hat, stellte er während seines langsamen, aber andauernden Aufstiegs sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft unter Beweis. Geholfen hat ihm dabei der Ehrgeiz seiner Frau Lynne, die ihn zeitlebens unterstützt hat.

Kennen gelernt hatten sie sich schon 14-jährig in der Highschool. Als die Universität von Yale ihn später rausschmiss und er wegen Trunkenheit am Steuer mehrmals verhaftet wurde, stand sie treu an seiner Seite und half ihm, sich zu verändern. Der Film zeigt, wie Amerika an den Punkt kam, wo Politik über Werbung, Manipulation und Lügen gemacht wird. sg

Im Kino ab 21. Februar 2019

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