Ein Mann namens Ove, Schweden 2016

»Ove (Rolf Lassgård) ist ein grantiger, in die Jahre gekommener Nachbar, der nichts Besseres zu tun hat, als seiner Umwelt in der Reihenhaussiedlung auf die Nerven zu gehen. Mit seiner unveränderlich schlechten Laune kontrolliert er falsch parkende Autos, stellt fremde Fahrräder dort ab, wo sie seiner Meinung nach stehen müssen und inspiziert selbst den Müll der anderen, weil er sie im Verdacht hat, nicht korrekt zu trennen.

Am liebsten würde er jedoch all dem ein Ende setzen und von dieser Welt verschwinden, seitdem seine Frau vor einiger Zeit gestorben ist und er von jungen Arrivisten aus seinem Job bei der Eisenbahn in den Vorruhestand versetzt wurde. Doch mit dem Sterben ist es nicht so einfach – irgendwie wird er immer wieder davon abgehalten.

Zu allem Übel zieht dann auch noch nebenan eine neue Familie ein und nietet beim ersten Einparkversuch Oves Briefkasten um. Multikulti sind sie und haben schon zwei Kinder, das dritte ist unterwegs. Und sie brauchen ständig Hilfe, wollen sich eine Leiter ausleihen oder Ove zum Babysitten überreden. Im Gegenzug bekocht die junge iranische Mutter Parvaneh den grimmigen Nachbarn und das scheint ihm recht gut zu gefallen. Aber mit der himmlischen Ruhe ist es erstmal vorbei.

Mit der Zeit fasst Ove Vertrauen und gibt der neuen Nachbarin nicht Fahrstunden, sondern erzählt ihr auch aus seinem Leben – denn sie hat es eigentlich längst geschafft, seine harte Schale zu knacken. Ein wunderbarer Humor, mit dem der in Deutschland vor allem als „Wallander“-Darsteller bekannte Rolf Lassgård überrascht. Sehenswert! sg

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