Das ewige Leben, A 2015

Brenner (Josef Hader) muss zum Arbeitsamt. Die Beamtin versucht vergeblich heraus zu bekommen, was dieser Mann in den letzten acht Jahren für seinen Lebensunterhalt getan hat. Keine verdienstnachweise, weder Sozial- noch Krankenversicherung, kein fester Wohnsitz: Brenner ist ein gesellschaftliches U-Boot, immer schön untergetaucht. Beschwert hat er sich aber auch nicht. Erst beim Raugehen fällt dem freudlosen Menschen ein, dass es ja noch das Haus seiner verstorbenen Eltern gibt. Also fährt er zurück in die Heimat seiner Jugendtage nach Graz. Dort muss er nicht nur erkennen, dass das Haus von einer umgestürtzten Tanne leckgeschlagen ist, sondern begegnet auch dem Nachbarn und einer völlig verwahrlosten Katze, die ihm fortan Gesellschaft leisten wird.

Am nächsten Tag beschließt Brenner, die Tanne zu fällen. Prompt schlägt sie auf das Auto des Nachbarn. Brenner braucht Geld, dabei soll ihm sein alter Freund Köck (Roland Düringer) helfen, der mittlerweile als Trödler ganz gut dasteht. Aber Köck kann kein Geld verleihen. Brenner versucht deshalb, eine alte Walter PPK zu verkaufen, die er im Elternhaus gefunden hat. Doch die Waffe hat Geschichte und Brenner ahnt nichts davon. Köck ruft umgehend einen weiteren alten Freund herbei: Aschenbrenner (Tobias Moretti), ein Typ, den Brenner nicht wiedersehen wollte. Und Aschenbrenner fürchtet um seine Karriere als Polizeichef von Graz, als er den ehemaligen Kumpel sieht. Während eines Migräneanfalls schießt sich Brenner schließlich eine Kugel in den Kopf und landet im Krankenhaus. Plötzlich kommen all die Jugederinnerungen zurück, die er so lange verdrängt hatte und man erfährt, was Köck und Aschenbrenner so vermeintlich freundschaftlich verbindet: Es geht um simple Erpressung nach einem Banküberfall vor vielen Jahren.

Herrlich schwarzer Humor mit unerwartetem Ausgang. Absolut sehenswert!  sg


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