Einmal Hans mit scharfer Soße

Hatice Coskun (Idil Üner) arbeitet erfolgreich als Journalistin und genießt ihre Unabhängigkeit. Aber da gibt es noch das kleine anatolische Dorf, aus dem ihre Familie stammt, und das sich in ihrem Hinterkopf fest verankert hat, um sich immer dann in Erinnerung zu rufen, wenn es gerade gar nicht passt. Dann kommt ihre türkische Herkunft wieder hoch, mit allem, was sie lieber vergessen möchte. Das passiert natürlich auch auf dem Weg zu ihrer Familie nach Salzgitter. Dort will Hatice ihrer Familie ihren deutschen Freund Stefan (Janek Rieke) vorstellen. Seitdem Hatices kleine Schwester Fatma (Sesede Terziyan) sich verplappert hat, besteht Patriarch Ismail Coskun (Adnan Maral) darauf, dass seine älteste Tochter ihm den "künftigen Schwiegersohn" vorstellt. Denn dem "Baba" gefällt es überhaupt nicht, dass die Tochter mit 34 noch immer nicht verheiratet ist. Die hat jedoch mit Hochzeit ganz und gar nichts im Sinn. Zu allem Übel fangen Hatice und Stefan auf der Fahrt dann dann auch noch einen handfesten Streit an.

Stefan hat wenig Verständnis für den Kleiderwechsel seiner Freundin, die wieder einmal auf das anatolische Dorf hört und den Minirock für den Besuch bei den Eltern gegen einen wadenlangen "Vaterrock" eintauscht. Eigentlich würde Stefan gern viel mehr Zeit mit Hatice verbringen, gegenüber ihrer Familie wirft er ihr aber Heuchelei vor. Schließlich schmeißt Hatice Stefan aus dem Auto und fährt allein weiter nach Salzgitter. Mutter Emine (?iir Elo?lu) hat derweil schon ihr bestes Baklava aufgetischt und Vater Ismail befürchtet, dass der Schwiegersohn in spe schon wieder Vergangenheit ist. Ganz zu schweigen von Fatma, die nun ein echtes Problem hat. Sie ist schwanger und will so schnell wie möglich heiraten, bevor man etwas sieht. Das geht aber trotz aller Offenheit der Eltern nicht, denn die anatolische Tradition will, dass die ältere Schwester zuerst verheiratet werden muss.  sg

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