Vorsicht beim Werben mit märkischem Dichter

Potsdam.

In Neuruppin geboren und später schreibend durch die Mark gezogen: der Dichter Theodor Fontane. In Brandenburg läuft vom 30. März bis zum 30. Dezember 2019 offiziell das Fontanejahr. Doch Achtung: Unternehmen, die den 200. Geburtstag für Werbezwecke nutzen wollen, sollten vorher prüfen, ob die geplanten Werbemaßnahmen nicht gegen das Marken- oder Urheberrecht verstoßen. Die IHK Potsdam informiert über die gängigsten Stolperfallen.

Zeitgenössische Interpretationen
Viele historische Fontane-Bildnisse sind „gemeinfrei“, da die urheberrechtliche Schutzfrist 70 Jahre nach dem Tode des Urhebers in der Regel abgelaufen ist. Eigene Interpretationen – in Form von Fotos, Zeichnungen oder graphischer Abwandlung - können für Werbezwecke genutzt werden. Nicht allerdings die kreative Auseinandersetzung Dritter mit den Originalen. Für derartige Modifikationen muss vorher beim Urheber die Erlaubnis zur Nutzung eingeholt werden. Das gilt auch für Fotografien der Handschriftensammlung.

Nachschauen, was geschützt ist
Das Markenrecht gilt, wenn bestimmte Zeichen oder Logos als Marke geschützt und ins Markenregister eingetragen sind. Um hier auf dem aktuellen Stand zu sein, sollten Unternehmer vor der Umsetzung einer kostenintensiven Vermarktungskampagne einen Blick ins Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamtes werfen. Grundsätzlich ist allein der Name Theodor Fontane markenrechtlich nicht geschützt. Die Wortmarke „Theodor Fontane Rose“ beispielsweise ist seit 2018 beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen. Ohne die Erlaubnis des Markeninhabers dürfen deshalb keine weiteren Rosensorten den Namen „Theodor Fontane“ tragen. Wer nun zum Beispiel einen „Theodor-Fontane-Birnen-Cocktail“ kreieren und diesen als solchen vermarkten will, sollte nachschauen, ob nicht bereits ein Wettbewerber diese Wortmarke für sich gesichert hat. Denn als Gradmesser gilt im Markenrecht die Verwechslungsgefahr. Gibt es kein ähnliches Produkt, kann die Kreation unter der Bezeichnung vertrieben oder besser gleich geschützt werden, um sich vor Nachahmern abzusichern. (ps/ihk)

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