Potsdams Zweite verliert im Ost-Pokal

Potsdams Zweite verliert im Ost-Pokal

Das letzte Mal 2016 in einem Pflichtspiel aktiv und nun in Potsdams „Zweiter“: der frühere Potsdamer Bundesliga-Kapitän Jacob Drachenberg erzielte gegen Wedding II das 6:9. Foto: Sandra Seifert

Potsdam.
Die „Kirsche auf der Sahne“ des überaus erfolgreichen Wasserball-Marathons am Wochenende im Potsdamer Sport- und Freizeitbad blu blieb dem OSC Potsdam verwehrt. Nachdem sich die DWL-Männer mit einem starken 18:7-Erfolg gegen den SSV Esslingen vorzeitig den vierten Platz der ProA sicherten und der U14-Nachwuchs mit drei Siegen in der Vorrunde das Ticket zum Final Four des Deutschen Pokals löste, musste sich Potsdams „Zweite“ im Achtelfinale des Ostdeutschen Pokals am Sonntag dem SC Wedding II mit 11:12 geschlagen geben. In der sich anschließenden erste Runde der Brandenburger Landesmeisterschaften hielt sich die Potsdamer Bundesliga-Reserve aber schadlos und besiegte den SSV PCK 90 Schwedt (26:2) und den ASC Brandenburg II (16:2) deutlich.
Gegen Wedding erlebte der OSC einen regelrechten Fehlstart. Die „zusammengewürfelte“ Mannschaft aus ehemaligen Bundesliga-Recken und aktuellen U18-Spielern fand schlecht ins Spiel. Die wenigen guten Möglichkeiten blieben meist ungenutzt, hinten kassierte Potsdam sehr leichte Treffer. Tom Gustavus markierte zwar nach frühem Rückstand den 1:1-Ausgleich, doch die Berliner Gäste zogen bis auf 5:1 davon. Patrik Gasparik verkürzte auf 2:5, beim Stand von 2:6 ging es in die erste Pause.
Im zweiten Viertel fand der OSC zumindest defensiv in die Spur und gestaltete den Abschnitt nach Treffer von Felix Korbel zum 3:7 ausgeglichen. Nach dem Seitenwechsel gewannen die Potsdamer nun die Oberhand und starteten eine beeindruckende Aufholjagd. Tobias Lentz erzielte das 4:8; bis auf ein Tor schloss der OSC durch Erik Miers (5:8), Jacob Drachenberg (6:9), Gasparik (7:9) und Hendrik Walter (8:9) auf.
Im Schlussviertel kam der OSC dreimal zum Ausgleich, doch die erfahrenen Weddinger mit einigen Bundesliga-Spielern im Kader hatten stets die passende Antwort parat. Nach den Treffern von Gasparik (9:9), Korbel (10:10) und Tommy Jeschull (11:11) sah es fast nach einem Fünf-Meter-Werfen aus, doch fünf Sekunden vor dem Abpfiff erzielten die Gäste den 12:11 (6:2, 1:1, 2:5, 3:3)-Endstand.
Wenig gefordert wurde Potsdams Zweite indes am ersten Spieltag der Landesmeisterschaften. Beim 26:2 (7:0, 7:0, 6:1, 6:1) gegen Schwedt konnten sich nahezu alle Akteure in die Torschützenliste eintragen. Die besten Werfer waren hier Gregor Karstedt (6) und Hendrik Schlabitz (4). Das oftmals hartumkämpfte Duell gegen Brandenburgs Zweitliga-Reserve verlief dieses Mal sehr deutlich. 16:2 (6:0, 2:1, 5:0, 3:1) endete die Partie, in der Niklas Karossa (4) sowie Andreas Grösser und Lentz (je 3) die erfolgreichsten Schützen waren.
„Kurz geärgert haben wir uns schon über das Ausscheiden im Ost-Pokal“, sagte Trainer André Laube augenzwinkernd. „Der Spaß steht aber tatsächlich da im Vordergrund, und den hatten alle an dem Sonntag. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.“ (al)

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