Jugendinnovationspreis „Blickwechsel“ verliehen

Potsdam.

Gestern wurde zum zweiten Mal der Jugendinnovationspreis verliehen. Er ging an das „Imkerei“ – Projekt der Fontaneschule in der Waldstadt. Für den erstmals 2017 ausgerufenen Jugendinnovationspreis „Blickwechsel“ konnten sich Potsdamer Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, bewerben. Ausgeschrieben wurde ein Preisgeld von 500 Euro, das der Unternehmensverband ProPotsdam stiftete. 

Der „Blickwechsel“-Preis  unterstützt engagierte Projekte und Einrichtungen in Potsdam, die sich für den Kompetenzerwerb von Kindern und Jugendlichen in ihrer Stadt einsetzen. In diesem Jahr stand mit dem Schwerpunkt „Beteiligung von jungen Menschen an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes“ das Thema Partizipation im Fokus. Der Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliche Kommune der Landeshauptstadt Potsdam“ und die UN-Kinderrechte boten hierfür die fachliche Grundlage. Dazu sagt die Koordinatorin für Kinder- und Jugendinteressen, Stefanie Buhr: „Die Qualität von Bildung und das Interesse an Mitwirkung von jungen Menschen prägt das engagierte Stadtleben von morgen. Positive Erfahrungen von Mitgestaltungsprozessen erhöhen die Selbstwirksamkeit der Kinder und Jugendlichen und zeigen, dass man ernst genommen wird. Wenn junge Menschen sich mit ihrer Stadt identifizieren sollen, dann müssen sie die Freiheiten erhalten, Dinge die sie betreffen, selbst gestalten zu dürfen.“ Mit der Schwerpunktsetzung wurden Projekte zur Teilnahme motiviert, die gezielt die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Projekten fördern, die mit der positiven Veränderung des Lebensumfeldes zusammenhängen.

Mit dem „Imkerei“-Projekt konnte sich die Fontaneschule in der Waldstadt als Sieger durchsetzen. Zum Ziel sagt die Lehrerin und Imkerin Claudia Maut: „Durch die geplante Imker-AG und das bereits durchgeführte Projekt versprechen wir uns ein wachsendes Bewusstsein für Naturschutz und Mitgestaltungsmöglichkeiten jedes einzelnen Schülers im direkten Wohnumfeld, aber auch Erziehung zu Konsumkritik und sogar Interesse und Teilhabe an Politik. Darüber hinaus soll der verantwortungsvolle und fachgerechte Umgang mit Lebewesen gefördert werden. Wir haben erreicht und möchten weiterhin, dass Schülerinnen und Schülern klar wird, dass Naturschutz vor der eigenen Haustür möglich ist und dass sie erleben, dass sie ein Miteinander bei gemeinsamen Zielen trotz sprachlicher, sozialer oder kultureller Barrieren möglich ist.“

Der Potsdamer Jugendinnovationspreis wird organisiert und unterstützt vom Büro für Chancengleichheit und Vielfalt, dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie der Landeshauptstadt Potsdam und verschiedenen in der Jugendhilfe und der Bildung tätigen Fachkräften. Im vergangenen Jahr konnte sich der Verein “andersArtig” zum Thema geschlechtergerechte Arbeit in Potsdam durchsetzen.

(ps)

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