„Mein Kampf“ im T-Werk

„Mein Kampf“ im T-Werk

In Szene: Thomas-Wiesenberg, Jörg-Vogel, Arne-Assmann und Clara-Schoeller. Fotos: Constanze-Henning

Potsdam. George Taboris Farce „Mein Kampf“ beschäftigt sich in schwarzhumoriger Form mit dem Werdegang Hitlers und dem Trauma der Shoah. Sie spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einem Männerwohnheim in Wien. Der junge Adolf Hitler mietet sich hier ein, um sich an der Kunstakademie zu bewerben und trifft auf den jüdischen Buchhändler Schlomo Herzl. Hitler ist hier keineswegs der blutrünstige Dämon, sondern eher ein unsympathischer, aber nicht durchweg abstoßender Wirrkopf. Im Verlauf des Stücks entwickelt er sich in zugespitzter und teilweise grotesker Handlung zum Antisemiten und despotischen Diktator. George Tabori folgt damit einer Tradition jüdischen Humors und knüpft an Brecht und Chaplin an. Die Inszenierung des Theaters Poetenpack balanciert auf dem schmalen Grat zwischen Lachen und Grauen, zwischen Tragik und Komik und integriert Live-Musik. Nach dem Erfolg, den das Schülerprojekt „Nathan der Weise“ hatte, wurde das Grundkonzept, Jugendliche und professionelle Spieler an einer Produktion zu beteiligen, nun auf George Taboris „Mein Kampf“ übertragen. Gemeinsam mit den Schauspielern des Theaters werden SchülerInnen aus verschiedenen Potsdamer Schulen auf der Bühne stehen. Vorstellungen sind am 17. November, um 20 Uhr; am 18. November, um 18 Uhr sowie am 19. und 20. November, jeweils um 10 Uhr. Gespielt wird im T-Werk in 14467 Potsdam, Schiffbauergasse 4e.
Tickets gibt es im Internet unter www.theater-poetenpack.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Die Karten kosten im Vorverkauf 19 Euro inklusive Vorverkaufsgebühr, Abendkasse 22 Euro, ermäßigt im Vorverkauf 14 Euro, inklusive Vorverkaufsgebühr, Abendkasse 18 Euro. Schülervorstellungen am Vormittag kosten pro Schüler 5 Euro, für begleitende Lehrer ist der Eintritt frei. Das Projekt wird vom Land Brandenburg mit EU Mitteln gefördert. (ela)

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