An Blumen fehlt‘s im Revier

Braucht die Unterstützung der Menschen: die Honigbiene. Wer den fleißigen Insekten helfen möchte, kann bereits jetzt Blumenzwiebeln stecken. Foto: Uschi Dreiucker | pixelio.de

Potsdam. Der Herbst hat Einzug gehalten und nur noch an milden Tagen schwirren vereinzelt Hummeln oder Bienen in unseren Gärten umher. Damit den blütenbestäubenden Insekten im nächsten Frühjahr erste wichtige Nahrungsquellen zur Verfügung stehen, rät der Nabu  Brandenburg, jetzt Blumenzwiebeln zu stecken.
Der Winterling etwa  schiebt seine Blüten als einer der ersten oft sogar noch durch den Schnee. Im lichten Schatten von Sträuchern und Bäumen können außerdem Buschwindröschen, Dalmatiner Krokus, Märzenbecher und Scharbockskraut gepflanzt werden. Mehr Sonne und relativ trockene Standorte vertragen hingegen Schneeglöckchen, die meisten Krokusse sowie Traubenhyazinthen. Für feuchtere Böden eignen sich Schachbrettblumen, Milchstern sowie verschiedene Zierlaucharten. Durch diese Pflanzen finden Bienen bereits an den ersten sonnigen Tagen im Frühling Pollen und Nektar und können so die nahrungsknappe Zeit überbrücken. Im späteren Frühjahr freuen sie sich darüber hinaus auch über Tulpen, Narzissen und Kaiserkronen.
Bienen leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichts. Als Blütenbestäuber sorgen sie für die Verbreitung zahlreicher Pflanzen, die wiederum als Nahrungsgrundlage unzähliger Tiere dienen.
Doch die Bienen haben es zunehmend schwer. Die Intensivierung der Landwirtschaft sowie damit einhergehende Monokulturen und Pestizidanwendungen sowie die zunehmende Ausbreitung der Varroa-Milbe stellen dabei nur einige Ursachen für den Rückgang der nützlichen Insekten dar.
Mit einer frühen Bienenweide können Naturfreunde die fleißigen Insekten auf einfache Weise unterstützen und den bunten Frühling im eigenen Garten ganz nebenbei auch noch selbst genießen.
Interessante Informationen zum Thema „Bienen, Wespen und Hornissen“ erhalten Sie auch in der gleichnamigen Nabu-Broschüre. Inklusive Porto und Versand ist diese für drei Euro beim Nabu Brandenburg unter 0331/201 55 70 erhältlich. (ps)

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