Im Kampf gegen Deponie-Pläne

Wanderung durch die Fresdorfer Heide

Elisabeth Schroedter, erste stellvertretende Vorsitzende beim Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. und Benjamin Raschke vor umstrittenen Gebiet: Auf dem Gelände der Fresdorfer Heide betreibt die Firma BZR einen Kiessandtagebau, den sie erweitern und später mit Müll verfüllen will. Deponiegegner hingegen setzen sich dafür ein, dass das Unternehmen keine Genehmigung für die Deponie-Pläne bekommt, sondern dazu verpflichtetet wird, ihre Kiesgrube zu renaturieren, wie es in der Genehmigung für den Kiesabbau vorgesehen war. Foto: Lange

Langerwisch / Saarmund. Nach Angaben der Landesregierung lagern in einem ehemaligen Kiestagebau in der Fresdorfer Heide rund 30.000m² Baumischabfälle. Das illegale Mülllager stuft die Landesregierung als saniert ein, nachdem das Unternehmen einen Teil des Mülls separierte, einen Teil entsorgte und einen Teil abdeckte.
Neben dem Abfalllager gibt es allerdings weitere „Müllpläne“ für die Fresdorfer Heide. Das Unternehmen BZR GmbH hat Pläne, den Kiestagebau bis an den Rand des Moorgebietes „Langes Fenn“ zu erweitern und eine Mineralstoffdeponie am Standort zu errichten. Die Bürgerinitiative Depo-Nie und der Landschafts-Förderverein der Nuthe-Nieplitz-Niederung haben erhebliche Einwände gegen die Deponiepläne in der Fresdorfer Heide.
Im Rahmen seiner Sommertour „Abfuhr für illegalen Müll“ verschaffte  sich der Bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke vergangene Woche in der Fresdorfer Heide vor Ort ein Bild. Für das Gelände der Fresdorfer Heide laufen zwei Planfeststellungsverfahren: Eins zur Erweiterung des Kiessandtagebaus und eins zu Errichtung einer Deponie. Zur Erweiterung des Kiessandtagebaus gingen beim zuständigen Landesbergamt Cottbus mehr als 600 Einwendungen ein. Die Gegner des umstrittenen Vorhabens sammeln inzwischen Geld, um sich für die juristische Auseinandersetzung zu wappnen. „Wir gehen davon aus, dass sowohl das Landesbergamt in Cottbus als auch das Landesumweltamt in Potsdam die Anträge genehmigen werden, wenn auch mit Auflagen“, so ein Sprecher der Bürgerinitiative, der - wie andere auch - seinen Namen in dem Zusammenhang nicht mehr in der Zeitung lesen möchte.
Am Ende der Wanderung  steht für Benjamin Raschke fest, dass er die Zuständigkeiten in den Ministerien klären will und für mehr Transparenz sorgen. Denn laut Elisabeth Schroedter habe es: “geschätzt zwei Jahre gedauert, um zu verstehen, was hier Recht ist.“ Benjamin Raschke will sich ebenso für mehr Personal auf Landesebene und der Staatsanwaltschaft einsetzen, um die Dauer einzelner Verfahren zeitlich voranzutreiben. Oftmals liefen diese auf einen Vergleich hinaus, um sie einem Ende zuzuführen. Das sei jedoch keineswegs zufriedenstellend. (ela)

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