Landesgartenschau wird zur Brücke in die Nachbar-Bundesländer

Die drei Gartenschau-Bürgermeister Christoph Schulze (Bad Dürrenberg), Romina Barth (Torgau) und Bernhard Knuth (Beelitz) haben das Jahr 2022 im Blick. Foto: Stadt Torgau

Beelitz.

Das Projekt „Landesgartenschau 2022“ bringt Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg ein gutes Stück zusammen: In vier Jahren werden Torgau, Bad Dürrenberg und Beelitz für ihr jeweiliges Bundesland die Blumenschau ausrichten. Und weil alle drei im Schnitt nur rund hundert Kilometer auseinander liegen, entsteht so etwas wie ein „mitteldeutsches Blütendreieck“.

Grund genug für die Ausrichterstädte, schon jetzt zu überlegen, wo es Anknüpfungspunkte gibt, wie man voneinander profitieren und letztendlich noch mehr Menschen erreichen kann. Dazu hat es in dieser Woche ein Treffen der drei Bürgermeister Romina Barth, Christoph Schulze und Bernhard Knuth im sächsischen Torgau gegeben, auf dem die Gartenschaukonzepte einander vorgestellt wurden.

„Wir haben viele Gemeinsamkeiten in Fragen der Organisation ausgemacht“, berichtete der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth nach dem zweieinhalbstündigen Gespräch. So würden Torgau und Bad Dürrenberg ebenso wie die Spargelstadt die Investitionen im Vorfeld ihrer Gartenschauen selbst in die Hand nehmen und nur für die Durchführung der Laga selbst eine Gesellschaft gründen, was Anfang 2019 geschehen soll.

In den Konzepten freilich gebe es große Unterschiede, „jede Gartenschau wird anders geprägt sein, wie es die Städte ja auch sind“. Beelitz legt den Schwerpunkt auf das Thema Kulinarisches und Genuss, Torgau auf seine Geschichte als „grüne Renaissancestadt“ und Bad Dürrenberg baut unter dem Motto „Salzkristall und Blütenzauber“ auf seine Tradition als Solestandort. „Wer also eine Gartenschau besucht, hat längst noch nicht alles gesehen – sondern wird im Gegenteil dazu verlockt, diesen Besuch in zwei weiteren Städten fortzusetzen“, erklärt der Beelitzer Bürgermeister. Gäste von weiter her könnten im Zuge eines „Gartenschau-Marathons“ dann auch länger bleiben und für eine gesteigerte Nachfrage in den Hotels der Regionen sorgen. „Schon jetzt gibt es die Idee, Kombitickets anzubieten für Gäste, die sich die Zeit nehmen und unsere Städte, aber auch Bundesländer ausgiebig kennen lernen möchten. Auch gemeinsame Werbeaktionen wird es geben“, so Knuth.

Zu einem ersten prestigeträchtigen Termin hat Torgau seine beiden Gartenschau-Nachbarn bereits eingeladen: Am zweiten Septemberwochenende (7. bis 9. September) findet in der nordsächsischen Kreisstadt der „Tag der Sachsen“ statt – ein Großereignis, welches nach Schätzungen der Veranstalter eine Viertelmillion Besucher anlockt und das über drei Tage gefeiert wird. Neben Empfängen des Ministerpräsidenten und der Stadt wird es auch einen großen Festumzug geben, an dem sich Beelitz unter anderem mit seinen Maskottchen beteiligt. Auch auf dem großen Markt, der zu diesem Anlass ausgerichtet wird, ist Beelitz vertreten – mit einem Infostand, an dem für die Landesgartenschau, für Beelitz und nicht zuletzt für das Land Brandenburg geworben wird. (tl)

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