Gefahren an Bahnanlagen

Bundespolizei und Deutsche Bahn starten Informationsoffensive

Die potenziellen Gefahren an Bahnanlagen sollten von Pendlern nicht unterschätzt werden. Deshalb starten Bundespolizei und die Deutsche Bahn eine Informationsoffensive. Foto: Koch

Potsdam. Die Sicherheit an Bahnanlagen soll sich verbessern. Vor lebensgesfährlichen Situationen beim Klettern auf abgestellte Züge warnt beispielsweise Polizeidirektor Nicolai-Stve Schipfer von der Bundespolizei. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn sollen Kinder und Jugendliche über Gefahren informiert werden. Jeder Unfall sei einer zuviel. So sagt Markus Krittian, Eisenbahnbetriebsleiter der DB Netz AG: „Gerade unsere Anlagen, Züge und Gleise üben auf junge Menschen oft eine große Faszination aus und wecken die Neugierde. Es ist uns daher ein wichtiges Anliegen, jetzt zum Ferienbeginn noch einmal auf das richtige Verhalten an Bahnanlagen aufmerksam zu machen, damit aus Spaß nicht plötzlich bitterer Ernst wird.“ Der wichtigste Grundsatz laute dabei: „Bahnanlagen sind keine Spielplätze, es ist verboten, sie zu betreten. Auch wenn Fotos im Gleis oder die Abkürzung über die Schienen auf den ersten Blick noch so verlockend und berechenbar erscheinen – hier droht ernste Gefahr.“ Züge könnten schließlich, anders als Fahrzeuge auf der Straße, Hindernissen nicht ausweichen und haben aufgrund ihrer großen Masse einen Bremsweg von bis zu 1.000 Metern.
Zudem seien sie erst spät zu hören und auch mit Blick auf ihre Geschwindigkeit nicht zu unterschätzen: ICE-Züge sind im Durchschnitt mit 160 Stundenkilometern unterwegs – auch in einigen Bahnhöfen und an Haltepunkten. Die meisten der Unfälle enden mit schwersten Verletzungen oder tödlich. Oft ist den jungen Menschen gar nicht bewusst, dass die Bahn-Oberleitung eine Spannung von 15.000 Volt führt. Das ist etwa 65 Mal mehr als in der Steckdose zu Hause. Und man muss die Oberleitung nicht einmal berühren. Schon bei bloßer Annäherung kann es zu einem lebensbedrohlichen Stromüberschlag kommen. „Daher unser Appell: Bleibt bitte den technischen Bahn- und Abstellanlagen fern!“ Der Bedarf an Aufklärung sei nach wie vor groß. (ps)

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