Digitaler Röntgenarbeitsplatz „Uroskop Omnoia Max“ eingeweiht

Digitaler Röntgenarbeitsplatz „Uroskop Omnoia Max“ eingeweiht

Dank des neuen Geräts kann nun in einem Ablauf geröntgt, diagnostiziert und bei Bedarf auch therapiert werden. Chefarzt Mike Lehsnau präsentiert die neue Errungenschaft. Foto: Janna Kühne

Nauen.
Vergangene Woche präsentierte der Chefarzt der Urologie Mike Lehsnau stolz die neuste Errungenschaft der Havelland Kliniken am Standort Nauen. Dort können Patienten, die an Blasen- oder Nierensteinen leiden beziehungsweise auch weitere urologische Beschwerden haben sich seit Februar 2019 auf dem neuen Uroskop Omnia Max in einem Ablauf röntgen, diagnostizieren und bei Bedarf auch operieren lassen. Pro Jahr durchlaufen etwa 2000 Patienten die urologische Station in Nauen, bei 1.700 werden Operationen vorgenommen. An diesem Punkt kommt der neue Apparat ins Spiel:  „Die Operationen werden dadurch noch besser durchgeführt.“, erklärt Lehsnau. Die vorrangige Zielgruppe sind Patienten mit endoskopischen Steinoperationen, etwa 400 Fälle wurden pro Jahr dokumentiert.
Der neue Rötgenarbeitsplatz ist Teil des medizin-technischen Modernisierungsprogramms der Havelland Kliniken Gesellschaft, insgesamt wurden 450.000 Euro in die Anschaffung und Installation des Gerätes im sogenannten Uro-Endo-Raum investiert. Im Vergleich zu Vorgängergerten können nun kleinste anatomische Strukturen sichtbar gemacht werden und dank der schnellen und gezielten Navigation zu den Details können exakte Live- und Referenzbilder erstellt werden, die bis dato in dieser Qualität noch nicht geliefert werden konnten. Darüber hinaus kann direkt am Arbeitsplatz beidseitig operiert werden und der Tisch lässt sich beispielsweise zwecks Harndurchflussmessungen um 90 Grad kippen. Sowohl für den Patienten als auch das medizinische Personal fällt eine geringere Strahlenbelastung an. Weitere Vorteile sind die Vermeidung von Doppeluntersuchungen, die digitale und zentrale Speicherung der entstandenen Bilder sowie kürzere OP-Zeiten. Unter dem Strich wird den Patienten durch die Anschaffung des neuen Geräts eine bessere medizinische Versorgung ermöglicht. 
Übrigens: „Steinleiden sind sogenannte Zivilisationserkrankungen.“, erläutert Lehsnau. „Man kann das sehr gut anhand der Statistiken nachweisen, also dass zum Beispiel in Kriegsjahren der Anteil der Steine wesentlich geringer war. Durch die besseren Lebensbedingungen hat das Steinleiden deutlich zugenommen.“ Ob die Ursache nun eine vermehrte Zufuhr von Milchprodukten oder purinhaltiger Fleischprodukte ist, als Konsequenz entstehen in den meisten Fällen entweder aus der Harnsäure oder der erhöhten Calciumzufuhr die unerwünschten Steine. Aber auch genetische Ursachen können  als Verursacher nicht ausgeschlossen werden. Zur Vorbeugung rät der Chefarzt vor allem: „Eine Allgemeine Empfehlung ist immer trinken. Patienten trinken in der Regel zu wenig. Man sollte circa zweieinhalb Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen. In Bezug auf die Steine ist das wichtig.“
(jk)

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