Start geglückt: Großer Besucherandrang beim 1. Nauener Frischemarkt

Foto: Norbert Faltin

Nauen.

Zur Begrüßung der zahlreichen Nauenerinnen und Nauern brachte Bürgermeister Manuel Meger (LWN) einen großen Korb mit frischen Eiern „von glücklichen Hühnern aus Berge“ mit. Der Bürgermeister freute sich, dass die Stadt nach Jahren wieder einen Markt anbieten kann. „Heute begrüße ich zwölf Händler, die Nauen um eine Attraktion reicher machen. So, wie auch früher die Händler der Ackerbürgerstadt gemacht haben, die ihre Waren aus den Ortsteilen und aus der Region in unsere Stadt gebracht haben.“ Der Markt möge nicht nur des Marktes willen da sein. „Hier soll man sich treffen, hier soll man sich austauschen“, sagte das Stadtoberhaupt in seiner Ansprache.

Und dies taten die heutigen Besucher in vollen Zügen. Nachwächter und Turmbläser, alias Wolfgang Wiech und Gerhard Flemming, gaben gemeinsam mit den Nauener Heimatfreunden ihr Stelldichein, und von der Stadtverwaltung gab’s im Vorbeigehen Piccolöchen, Kaffee und Tee. „Am 8. Mai haben wir als besonderes Highlight den Alpaca-Hof aus Ketzin zu Besuch“, verriet Ellen Mahler von der Stadtverwaltung.

Klaus-Dieter Müller aus Nauen schaute sich heute Morgen um und war beeindruckt. „Eine wunderbare Idee und ich kann nur hoffen, dass die Nauener ihr Geld hier lassen, damit der Rathausplatz zur Begegnungsstätte für Jung und Alt wird.“ Eines der Publikumsmagnete war die Drehorgelspielerin Carmen Viola Edel, die schon seit Jahrzehnten international im Geschäft ist, wie sie erzählte. Eine Gruppe Kita-Kinder in ihren Bollerwagen nebst Erzieherinnen gehörte zu ihrem Publikum. Wer wollte, konnte mit ihr auch im Duett singen. Lange Schlangen bildeten sich an den wohlsortierten Ständen. Manfred Sauerbaum mit seiner Fischräucherei sorgte für den Spezialduft, der die Menschen in Scharen anzog. „Um halb neun war ich das erste Mal ausverkauft, um zehn Uhr gleich nochmal“, freute sich der Markeer. Mit diesem Ansturm habe er nicht gerechnet, so der Spezialist für Goldforelle & Co. Auch der Berliner Obst- und Gemüsehändler Deyan Atanasov war zu Mittag mit den Umsätzen zufrieden. „Ich komme wieder“, kündigte er entschlossen an. Auch eine Dreiergruppe Seniorinnen gehört fortan zur Fan-Gemeinde des Marktes. „Man ist in Bewegung und an der frischen Luft – und man trifft immer wen“, stellte eine der Damen fest. Schön finde sie es, dass der Bürgermeister sein Wahlversprechen gehalten habe, dass er damals beim Seniorenrat gegeben habe, sagte sie keck.

Für Eva Gentz sind die Öffnungszeiten des Marktes ideal. „Hier kann ich noch vor der Arbeit einkaufen gehen, und regionale Produkte unterstütze ich ohnehin.“ Der Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Johannes Funke hatte eine Karte mit Produkten im Gepäck, um die Besucher zu informieren, welche regionalen Produkte aus dem Havelland heutzutage alle zu haben sind. „Ich glaube, da sind viele Sachen dabei, die noch gar nicht so bekannt sind“, sagte der Agrarexperte. Und am Blumenstand von Andreas Haupt gab sich Melanie Peters aus Berge zuversichtlich. „Früher verkauften wir auch in der Marktstraße, künftig werden wir regelmäßig hier am Rathausplatz unsere Ware anbieten“, so die Blumenfrau. Ihre Neukundin, Renate Walther, hatte gerade etliche Pflänzchen in den Rollator geladen. „Wir Senioren schätzen den Markt sehr, weil er so gut erreichbar ist.“ Und Manfred Hoffmann, Sportmanager am Leonardo-da-Vinci-Campus, ergänzte: „Der regionale Aspekt ist natürlich wichtig. Man sieht, was man kauft – da koch‘ ich ganz anders!“

Kathleen Fischer aus Nauen hatte heute dienstfrei. „Ich bin aus reiner Neugierde hier und finde den Markt toll“, sagte sie anerkennend. Sie sei sich sicher, dass sich der Frischemarkt etablieren werde.

Gegen Mittag zog der Bürgermeister eine Zwischenbilanz für den ersten Frischemarkt-Tag. Nach seiner Ansicht entscheiden auch die Nauener, wie es mit dem Markt weitergehen werde. „Wir benötigen dazu die Kontinuität beider Seiten: Einerseits durch die Kaufkraft der Bürger, andererseits durch die Händler, die dauerhaft und zuverlässig ihre Produkte anbieten.“ Werde der Frischemarkt angenommen, dann könne man auch darüber nachdenken, neben dem Donnerstagvormittag zukünftig auch an weiteren Tagen – beispielsweise nachmittags oder am Sonnabend für die Kunden präsent zu sein, so Manuel Meger.  

Nauens Frischemarkt: Immer donnerstags von 8 bis 13 Uhr mit regionalen Produkten und Fischräucherei vor Ort auf dem Rathausplatz vor dem FGZ.

(ps)

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