Neues Bürgerhaus eingeweiht – Bibliothek feierlich eröffnet

Neues Bürgerhaus eingeweiht – Bibliothek feierlich eröffnet

Foto: Patrik Rachner

Brieselang.

Beachtliche Resonanz: Das neue Bürgerhaus der Gemeinde Brieselang ist nach Beendigung der Sanierungs- und Umbauarbeiten am Samstagvormittag (16. März) offiziell eingeweiht worden. Parallel dazu wurde die Gemeindebibliothek feierlich zur Nutzung freigegeben. Rund 250 Besucher wohnten der Eröffnungszeremonie bei. Kurz vor der Enthüllung des aus geschliffenem Edelstahl gefertigten Schriftzuges Bürgerhaus hatten rund 100 Brieselangerinnen und Brieselanger eine Menschenkette gebildet, um die beiden letzten verbliebenen Bücher vom alten Standort der Bibliothek (RE 80) zum neuen Bürgerhaus weiterzureichen. Eine Aktion, die der Förderverein der Bibliothek initiiert hatte und die zudem überaus gut ankam. Bürgermeister Wilhelm Garn sprach von einem „schönen Ereignis“.

 

Das Interesse war groß, die Vorfreude ebenso. Doch bis zuletzt musste gezittert werden, ob die Eröffnung des Bürgerhauses tatsächlich termingerecht stattfinden kann. Entsprechend erleichtert zeigte sich Bürgermeister Wilhelm Garn als Liane Schöneich vom Bauamt der Gemeindeverwaltung am Freitag die gute Kunde verbreitete, der Eröffnung stünde nichts mehr im Wege. „Wir haben buchstäblich bis zur letzten Minute daran gestrickt“, sagte Garn dann auch. Während seiner Rede hob der Bürgermeister die historische Bedeutung des Gebäudes hervor. In der Vergangenheit wurde das in den 1920er Jahren gebaute Objekt zunächst als Privathaus, später als Rathaus genutzt. Auch eine Kita war dort jahrelang untergebracht.

 

Garn bezeichnete das neue Bürgerhaus mit Bibliothek als weiteren „Ankerpunkt“ für das öffentliche Leben in Brieselang. „Die Bibliothek ist und bleibt für Brieselang eine stabile Größe“, so der Verwaltungschef. Im Alten Rathaus sind im ersten Stock übrigens auch das Trauzimmer und der neue Gemeindesaal untergebracht. Im Dachgeschoss wird die Liegenschaftsverwaltung Präsenz zeigen und ihre Arbeit aufnehmen.

 

Für einen besonderen Moment sorgte Künstlerin Winfriede Schmitt. Sie überreichte dem Bürgermeister ein Aquarell mit dem Titel „Die Brieselanger Nymphe“. Das Bild soll fortan im neuen Gemeindesaal einen ehrenvollen Platz erhalten. Auch ein Gedicht über die Nymphe trug Schmitt unter Applaus vor, ehe Bibliotheksleiterin Anja Rodes das Wort ergriff. Für sie und ihr Team hatte es in den Wochen und Tagen vor der Neueröffnung der Bibliothek jedoch durchaus stressige Zeiten gegeben. So musste schließlich der Umzug vorbereitet werden. Kisten wurden erst gepackt, dann wieder ausgepackt und die Bücher und Medien in Regale sortiert. Rodes zeigte sich „überwältigt und glücklich“, auch deshalb, weil so viele Menschen gekommen waren und an der Menschenkette teilgenommen haben.

 

92 Jahre lang gibt es die Gemeindebibliothek in Brieselang mittlerweile. Ein Drittel der Zeit hat sie selbst beruflich mitgeprägt. Noch an den vorhergehenden Umzug konnte sie sich gut erinnern. Nachdem Rodes charmante Erfahrungen in der rund 300 Quadratmeter großen Bibliotheks-Baracke am Standort des jetzigen Jugendclubs gemacht hat, dort „saß der Marder auf dem Dach, die Mäuse liefen in den Räumen umher und im Winter gab`s kalte Füße obendrauf“, war die Einrichtung nach der Wende im RE80 untergebracht – bis jetzt.  „Ich bedanke mich dafür, dass die Verwaltung auch in schwierigen Zeiten an der Gemeindebibliothek festgehalten hat“, so Rodes.

 

Sie freut sich darauf, dass im Bürgerhaus und in der Bibliothek nun auch wieder Veranstaltungen unter einem Dach stattfinden können. Im RE80 war das wegen Brandschutzauflagen seit längerer Zeit nicht mehr möglich. Fortan können aber wieder Kitakinder und Schulgruppen kommen. Neben dem gebührenden Respekt gegenüber dem Förderverein der Bibliothek, den Rodes ob des starken Engagements der ehrenamtlichen Mitstreiterinnen und Mitstreiter zum Ausdruck brachte, bedankte sie sich auch bei der Kreisbibliothek, die zusätzliche Angebote auch für Brieselang bereitstellt, Stichwort Onleihe. Und: Wer die Insel Amrum in Zukunft besuchen sollte, kann künftig einen „Bücherbaum“ aus Brieselang bestaunen. Gepflanzt und gesponsert wurde der Baum vom Ausstatter der Bibliothek, wie Rodes informierte.

 

Um 10.16 Uhr war es dann soweit. Der Schriftzug wurde enthüllt und das Bürgerhaus aufgeschlossen. Dann nahmen die Brieselangerinnen und Brieselanger ihr Haus in Beschlag. Worte wie „Ist das schön geworden“, „beeindruckend“, „wirklich toll“ waren vielfach und in ähnlicher Weise zu hören. Nach der Besichtigung gab es Bratwürste und Getränke, die von Kameradinnen und Kameraden sowie der Frauengruppe der Feuerwehr gereicht wurden, oder Kaffee und Kuchen vom Förderverein der Bibliothek.

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