Ein starkes "Wir"

Foto: Janna Kühne

Falkensee.
„Wir sind Falkensee, ich habe die Wahl“ - diesem Satz werden die Falkenseer in naher Zukunft nicht mehr aus dem Weg gehen können. Einhundert Plakate rufen mit dem Slogan, der für Toleranz, und ein starkes „Wir“ wirbt, zur Wahlbeteiligung bei den Europa- und Kommunalwahlen auf. Das besondere an dieser Plakataktion, die noch vor den üblichen Politikern Falkensees Straßen zieren wird, ist, dass die zivilgesellschaftlichen Gruppen zu Wort kommen. Über dreißig Gruppen stehen mit ihrem Logo dafür, unter anderem der Jugendclub Saftladen, das Jugendforum Falkensee, der Teilhabebeirat für Menschen mit Behinderung oder auch das Creative Centrum Haus am Anger. 
All diese Zivilgesellschaften werden durch die Partnerschaft für Demokratie gestärkt, bei der sie auch im Begleitausschuss sitzen. Das Bundesprogramm „Partnerschaft für Demokratie“ ist seit dem Jahr 2015 in der Stadt Falkensee aktiv und macht sich seitdem für eine demokratische und vielfältige Lebensform stark. „Es ist ein Programm was in die Stadtgesellschaft einwirken soll und dementsprechend kooperativ mit der Stadtgesellschaft arbeiten soll. Das ist es, was dieses Programm eigentlich so stark macht: Es ist auf sehr breiten Schultern fest verankert.“, fasst Manuela Dörnenburg zusammen. 
Die farbenfrohen Plakate sollen auch die Jugend ansprechen und ihnen die Unabdingbarkeit der Wahlbeteiligung näher bringen. „Ich selbst durfte das erste Mal vor 29 Jahren wählen, das war ein tolles Gefühl. Und ich finde es einfach schade, wenn Leute lax damit umgehen. Das ist das Zentrum der Demokratie, wählen zu können und sich das erkämpft zu haben.“, erklärt Ingo Wellmann entschieden. Lax kann man die Wahlbeteilugung von 48,5 Prozent bei den Kommunalwahlen 2014 wohl nennen. „Ich glaube, dass Jugend mit ihrer politischen Haltung oftmals unterschätzt wird. Dass sie sehr wohl interessiert sind, nur nicht immer gleich den Weg finden, wo sie dann Nägel mit Köpfen machen könnten.“, ergänzt Karen Voigtle, die Leiterin des Jugendclubs Saftladen.  

„Ich finde diese Aktion toll, weil ich es extrem wichtig finde, auch die jungen Menschen zu mobilisieren. In der Zukunft werden sie mit Aufgaben konfrontiert sein, die sie irgendwie bewältigen müssen. Und es ist wichtig, dass sie wissen, dass jede Stimme zählt.“, zeigt sich auch Christine Plörer vom Beirat für die Teilnahme von Menschen mit Behinderung vom Projekt begeistert.  Ihre Kollegin Angelika Falkner bringt es auf den Punkt: „Die Plakate zeigen die Vielfalt, die in Falkensee unterwegs ist.“

(jk)

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