Kitabeiträge in der Diskussion

Kitabeiträge in der Diskussion

Foto: S.v.Gehren/pixelio.de

Dallgow-Döberitz.
Nachdem im Januar und Februar die Gemüter der Dallgower Eltern bei dem Wort Kitabeiträge hochkochten, blieb der erhoffte Fortschritt auch beim Sozialausschuss der Gemeinde aus. Die Überarbeitung der Beitragstabellen verzögert  sich bis mindestens August. Der Grund dafür: Das Land und das Ministerium haben das Jugendamt angewiesen, kein Einvernehmen mit den Kommunen herzustellen. Ein solches Einvernehmen wird allerdings für jede neue Satzung in der Gemeinde vonnöten. Die Kita-Satzungen sollen zu diesem Zeitpunkt nicht überarbeitet werden, da das Ministerium neue Richtlinien erstellen will. Mit der Gemeinde Dallgow-Döberitz, einem speziellen Träger oder einer speziellen Regelung hat das ausbleibende Einvernehmen allerdings nichts zu tun, vielmehr sind landesweit alle Elternbeitragsregelungen betroffen. 
Hintergrund der Diskussion waren die angehobenen Kitabeitragssätze und die Verschiebung der Einkommenshöchstgrenze. Die Beitragstabelle sollte nun Klarheit bringen, mit welchen Kostenbeteiligungen und Beitragssätzen die Familien in Zukunft zu rechnen haben.

Gute-Kita-Gesetz
Ausgangspunkt für die Neukalkulation ist das 2018 neu erlassene Gute-Kita-Gesetz, welches die Entlastung sozial schwacher Familien vorsieht. Unter anderem bedeutet das auch, dass das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung nun kostenfrei ist. Außerdem wird die Einkommenshöchstgrenze angehoben, unter der der Kitabesuch generell kostenfrei ist. 

Als Reaktion darauf werden allerdings die Kitasätze der sozial stärkeren Familien erhöht, da die Kommunen nicht auf den für sie anfallenden Mehrkosten sitzen bleiben wollen.

Kitas in Brandenburg
Wie tief Eltern bei der Tagesbetreuung ihrer Kinder in die Tasche greifen müssen hängt vor allem vom Wohnort ab. In Brandenburg müssen, verglichen mit dem Bundesschnitt, relativ hohe Gebühren gezahlt werden und auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Brandenburgischen Städten sind nicht zu unterschätzen. Generell ist es um Brandenburgs Kita-Infrastruktur schlecht bestellt. 


Und weiter?

Die Höhe der Kitakosten hängt momentan maßgeblich vom Einkommen der Eltern, der Anzahl der zu betreuenden Kinder pro Familie sowie der Höhe des Betreuungsumfangs ab. Langfristig plant das Land Brandenburg, Kitabeiträge gänzlich einzustampfen. Realistisch gesehen kann das noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da sich die Kostenumverteilung als zeitaufwändig und kompliziert darstellt.

(jk)

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