EIn Sprachrohr für die Jugend

EIn Sprachrohr für die Jugend

Das Jugendforum Falkensee setzt sich für die Wünsche und Kernanliegen der Jugendlichen vor Ort ein. Ein regelmäßiger Ideenaustausch ist dabei wichtig, der unter anderem bei den Jugendkonferenzen abgehalten wird. Foto: Jugendforum Falkensee

Falkensee.
Ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander ist die Basis für eine Vielzahl an Vereinen, Initiativen und Gruppen des Bundesprogramms „Demokratie leben“. Auf den Werten des Bundesprogramms aufbauend schreibt sich auch das Jugendforum Falkensee die Demokratieförderung auf die Fahne und geht entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung vor. „Diese Werte sind uns auferlegt und das müssen wir vertreten, aber wir vertreten das auch gern.“, erklärt Lennart Meyer,  Mitglied des Sprecher*innenrats des Jugendforums. Der Rat wird jährlich gewählt, aktuell besteht er aus 19 Jugendlichen zwischen 14 und 27 Jahren.
Das Bundesprogramm beinhaltet die Idee, ein lokales Sprachrohr für die Jugendlichen zu initiieren, welches ihre Interessen, Anliegen und Ideen vertritt – kurzum, ein Jugendforum. Die Falkenseer Jugend zeigte sich seit der Gründung des Forums im Jahr 2016 bemerkenswert aktiv und kann schon auf einige gelungene Veranstaltungen und Projekte zurückblicken. Von der Anschaffung neuer Gerätschaften für den Skatepark bis hin zur Podiumsdiskussion mit den Direktkandidaten für die Bundestagswahl – die Möglichkeiten sind vielfältig. „Wir veranstalten auch jährlich im Rahmen des Stadtevents eine Kulturveranstaltung. Wir bauen eine Bühne auf und lassen Bands spielen. Wir haben Anfang diesen Schuljahres einen Workshop organisiert, mit dem wir an die Schule gegangen sind, zum Thema Schulorgane und Mitspracherecht an den Schulen für Schüler. Wie kann ich mich einbringen, was gibt es dort für Möglichkeiten, wie macht man das am Besten?“, zählt Meyer auf.
Mit das populärste Projekt ist wohl das EGAL, das 2018 ins Leben gerufene, selbstverwaltete Jugendcafé. Hier zeigt sich auch, wie schnell es von der Idee bis zur Umsetzung gehen kann: Wurde die Idee des Jugendcafés auf der Jugendkonferenz im Dezember 2017 erst in den Raum geworfen, konnten Anfang 2018 in den von der Stadt Falkensee zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße 80  schon Ideen ausgetauscht und diskutiert werden. Das EGAL diente dem Jugendforum als Basis und Treffpunkt, was nun nach dem geplanten Abriss zugunsten eines Kreisverkehrs die Frage nach neuen Räumlichkeiten offen lässt. „Uns ist wichtig, dass wir auf Dauer selbstverwaltet bleiben, deshalb ist das grade relativ schwierig, Räume zu finden.“, erklärt Meyer. Übergangsweise kann man das Jugendforum dann in den Räumlichkeiten der Alten Post antreffen.
Gewissermaßen aus der Erfahrung heraus beschäftigt sich das Jugendforum zurzeit  mit den Entwicklungen im Zentrum Falkensees und möglichen Alternativen. Darüber hinaus bleibt ein weiteres wichtiges Thema das Versammeln von Jugendlichen unter dem Dach der demokratischen Werte und die damit einhergehende Gestaltung des Miteinanders in der Stadt. Ende Januar wird zum ersten Mal auch der Austausch mit einer anderen Jugendgruppe des Bundesprogramms stattfinden. Die Falkenseer fahren gemeinsam nach Regensburg, um sich Inspiration bei der politisch etwas aktiveren Regensburger Gruppe zu holen.  Pro Jahr stehen dem Forum 9000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung, die zum einen an externe Projekte vergeben werden können und zum anderen auch die Umsetzung eigener Projekte ermöglichen. Worfür sich die Falkenseer Jugend im Jahr 2019 entscheidet, bleibt mit Spannung abzuwarten.

Wer mitmachen möchte, kann jederzeit zu den offenen Treffen des  Jugendforums kommen. Organisierte Untergruppen gibt es nicht, allerdings wird beispielsweise das EGAL von einem festen Stamm an Leuten betreut. Wer eine Idee hat, kann sie also jederzeit und unproblematisch selbst initiieren. „Wir probieren das dann zu leiten, was da alles so passiert.“, so Meyer.

(jk)

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