„Das sind meine Leute“

„Das sind meine Leute“

Foto: Janna Kühne

Nauen.
„Wenn mir alles an Nauen gefallen würde, dann wäre ich nicht Bürgermeister.“ Bürgermeister aus der Unzufriedenheit heraus – so umschreibt Manuel Meger das Abenteuer der eigenen Kandidatur. In Nauen aufgewachsen, zur Schule gegangen und politisch aktiv geworden ist es vor allem die Nähe zu den Menschen, die ihn an die Stadt bindet und es für ihn zu einem Bedürfnis macht, etwas zu bewirken. 
Der Frischling unter den Bürgermeistern beschreibt sich selbst in einigen Dingen als konservativ und altmodisch, natürlich auf die gute, solide Art. Vor allem betrifft das bestimmte Rituale, an denen er gern festhalten möchte – wie dass Hunde in der Kirche nichts zu suchen haben. Offen hingegen bleibt er gegenüber sozialen Projekten wie der Nauener Tafel. Solide ist er auch sonst: Der gelernte Schlosser und KFZ-Meister möchte nichts versprechen, was er nicht halten kann, trainiert in seiner Freizeit eine Jugendmannschaft beim VF Nauen und ist begeisterter Union Berlin Fan.
Meger geht es vor allem um Nauen, die Stimmung in der Stadt und das Miteinander der Menschen. Sein Thema ist der ländliche Raum, wo sich viele Menschen momentan sowohl politisch als auch sozial ins Hintertreffen geraten fühlen.  „Für mich ist es wichtig, dass die Stadt Nauen ihr Bild ändert. Wir sind aus meiner Sicht eine geteilte Stadt. Die Spaltung findet sich zwischen der Kernstadt und den 14 Ortsteilen. Das hat man deutlich den jetzigen Wahlergebnissen und auch den Wahlergebnissen der letzten Jahre angesehen, dass es da Zwist und auseinandergehende Meinungen gibt. Mein Ziel ist es, nach meinen acht Jahren sagen zu können, dass die Bürger sich einander angenähert haben.“ Wie das funktionieren soll? „Wenn wir es schaffen, bürgernah zu sein und die Bürger mitnehmen, dass sie bestimmte Entscheidungen verstehen, dann werden diese Probleme vielleicht nicht so hochkochen wie es hier in Nauen vielleicht in der Vergangenheit war.“ Transparenz ist das Stichwort. In Zukunft soll deutlich aufgezeigt werden, was in den Zuständigkeitsbereich des Bürgermeisters und des Stadtparlaments fällt und an welchen Stellen ihnen leider die Hände gebunden sind. Dennoch möchte Meger alle Belange der Bürger ernst nehmen und, wenn möglich, weiterhelfen. „Man wird oft auf der Straße angesprochen, man bekommt Probleme vermittelt. Aber ich bin der Meinung dafür ist man Bürgermeister.“ 
Anknüpfend an die Stimmung in der Stadt ist Thema Nummer zwei der Anstieg der Einwohnerzahlen, welcher der Stadt Nauen in den nächsten drei Jahren bevorsteht. „Die Herausforderung wird eben sein, dass wir einen starken Zuwachs haben. Wir bekommen in den nächsten Jahren fast 1000 neue Wohneinheiten  dazu.  Dafür müssen wir auch die Voraussetzungen schaffen, mit Kitaplätzen und Schulplätzen, sodass wir diese Entwicklung abfangen können.“ Auch hier bleibt Meger zuversichtlich. „In der Stadt ist alles zukunftsorientiert zu bewältigen.“ Auch sein erstes Amtsjahr stand bereits im Zeichen des Anstoßens neuer Projekte. 
So konnte beispielsweise die Sanierung der Hamburger Straße, der Bau neuer Kita-Einrichtungen sowie ein Ergänzungsbau für die Arco-Schule auf den Weg gebracht werden. 2019 wird dementsprechend vieles passieren. Denn: „Ich bin hier angetreten, um bestimmte Sachen zu ändern.“(jk)

Kommentare

  1. User
    Hartmut Siegelberg Nauen, Do, 13.12.2018 06:53

    Die Spaltung findet sich zwischen der Kernstadt und den 14 Ortsteilen. Diese Aussage halte ich für falsch und gefährlich, es ist richtig, das es immer wieder Probleme gegeben hat, diese wurden aber von der LWN und im Wesentlichen von Herrn Jung verursacht. Jeder Versuch das WIR Gefühl zu entwickeln wurde von durch ihn verhindert.

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