Was macht eigentlich... der Märkische Künstlerhof?

Was macht eigentlich... der Märkische Künstlerhof?

Foto: Märkischer Künstlerhof

Brieselang.
Kunst mit Niveau soll  in den Seminaren und auch Ausstellungen im Märkischen Künstlerhof vermittelt werden. Seit 1994 öffnen Guido von Martens und Renée Dressler die Türen ihres Hofes für atelierlose Freunde und Künstler, um ihnen die Möglichkeit zum kreativen Schaffen zu geben. Auch wenn die Anzahl der Ateliers sich nach dem Umzug in das alte Kaufhaus von Brieselang auf zwei dezimiert hat, kann dort immer noch an der Seite von Guido von Martens geformt  und dem einzigen Meisterschüler der Keramikmeisterin Hedwig Bollhagen über die Schulter geschaut werden. Alle zwei Monate kann in den Räumen des Hofes ein neuer Künstler bestaunt werden. Häufig resultiert die Auswahl des Künstlers aus der Zusammenarbeit mit der Galerie Teterow, mit der ein reger Künstleraustausch unterhalten wird. „Im Moment heißt die Ausstellung „Ein Himmel voller Engel.“ Klingt nicht nur kitschig, es ist auf jeden Fall auch ein wenig kitschig. Wir haben Weihnachten, das heißt wir waren ganz fleißig und haben aus Porzuellan und Keramik ganz viele Engel gemacht. Wir haben alles in den Himmel gehangen, was man in den Himmel hängen kann.“, erzählt Renée Dressler. Unter anderem können Engel aus Pappmaché, Keramik und Marmor bestaunt werden.
Neben den Ausstellungen werden auch Workshops angeboten. Nächstes Jahr verspricht interessant zu werden: Jimmy Clark, ein Keramikkünstler aus Philadelphia, wird im Künstlerhof in die Weiten und Möglichkeiten der Keramikkunst einführen. Der Dozent der Kunsthochschule Halle arbeitet hier in Deutschland eng mit dem Keramik Museum zusammen. 
Monatlich, aber dennoch nicht weniger spannend, ist das Projekt „Künstler in der Küche.“ zu bewundern. „Das machen wir jetzt auch schon seit 25 Jahren. Das letzte Mal hieß das Motto Ilja Repin. Normalerweise  geht es immer nach Geburtstagen. Repin hat jetzt nicht im Dezember Geburtstag, aber die russische Küche passt einfach dazu, dass es kalt wird. Dann ist das ein richtiges Happening. Wir lassen nur 40 Personen herein und die Leute können sich am Buffet, von Künstlern gestaltet, bedienen.“, berichtet Dressler. Ab und zu wird das ganze sogar Livemusik untermalt und natürlich gibt es eine kurze Einführung in den thematischen Rahmen. 

Der Märkische Künstlerhof finanziert sich aus eigener Tasche, da keine Fördermittel von Land und Stadt genehmigt wurden. Dennoch kann sich das Künstlerzentrum nicht über mangelndes Interesse beklagen: Ausstellungseröffnungen mit weniger als 100 Leuten gab es schon lange nicht mehr und bei den Sommer- oder Jazzfesten tummeln sich um die 300 Menschen auf dem Hof und im Skulpturengarten.

(jk)

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