Was macht eigentlich... ... der NABU Osthavelland?

Was macht eigentlich... ... der NABU Osthavelland?

Die Instandsetzung, die Kontrolle und die Reinigung der Brutkästen der Schleiereulen ist aufwändig. Hilfe ist gern gesehen. Foto: NABU Osthavelland e.V.

Brieslang.
In erster Linie soll die regionale Umwelt geschützt werden. Sehr allgemein ausgedrückt ist es das, worum es beim NABU Osthavelland geht. Im Speziellen bedeutet das, dass sich im Großraum Schönwalde, Falkensee, Ketzin und Friesack über 800 Ehrenamtliche regelmäßig in Arbeitsgruppen treffen, um aktuelle Projekte in Angriff zu nehmen, bedrohte Arten zu schützen und natürliche Biotope zu pflegen. „Momentan ist die Streuobstwiese ein aktuelles Thema, wir werden da noch Bäume pflanzen. Im Frühjahr fangen die Krötenwanderungen an, da ist die Betreuung der Zäune zum Beispiel eine Möglichkeit, sich einzubringen. Das sind die zwei Hauptprojekte in den nächsten drei Monaten.“, erklärt Michaela Börgemann, Beisitzende des NABUs Osthavelland e.V.  „Wichtig ist natürlich auch die Öffentlichkeitsarbeit, also den Leuten ins Bewusstsein zu rücken, sich auch mit Fragen wie der Landwirtschaft oder dem Bienensterben  auseinanderzusetzen - samt allem, was da so dranhängt. Und natürlich wollen wir der Bevölkerung zeigen, wie schön das Havelland ist und was wir da alles für bedrohte Tierarten haben, für die wir natürlich auch verantwortlich sind.“
Die Möglichkeiten, sich einzubringen, sind dementsprechend vielfältig: Von der Biotoppflege über die Wiesenpflege, die Aufarbeitung der Storchenhorste bis hin zur Beschäftigung mit bestimmten Tierarten besteht die Möglichkeit zum tatkräftigen Engagement. Und das ist immer gefragt. Wie man sich beispielsweise die Arbeit auf einer solchen Streuobstwiese vorstellen kann? „Es ist ein großes Projekt, da gibt es verschiedene Aufgaben. Vom Anlegen der Nisthilfen bis zur Wiesenpflege oder dem Obstbaumschneiden. Manchmal ist es Gartenarbeit im großen Stil.“
Wem nicht nach dreckigen Gummistiefeln ist, der kann sich auch administrativ im Büro einbringen. „Da können wir immer Unterstützung gebrauchen!“ Für Kinder und Jugendliche bietet der NAJU, die Jugendvariante des Verbandes, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Die Naturschutzjugend ist im praktischen Naturschutz aktiv und die Arbeit wird mit Wettbewerben und Freizeitangeboten aufgepeppt.
Grundsätzlich ist der NABU hierarchisch aufgebaut. Der Bundesverband unterteilt sich in verschiedene Landesverbände, welche sich wiederum in Regionalverbände aufgliedern. Auf dieser Ebene ist der NABU Osthavelland einzuordnen. „Die Gruppen sind zwar abhängig vom Bundesverband, wir arbeiten aber in der Region eigenständig.“, erläutert Börgemann. „Es gibt aber Bundeskampagnen, die wir unterstützen, wenn es für uns relevant ist. Zum Beispiel die Stunde der Gartenvögel und die Stunde der Wintervögel, was jetzt bald wieder ansteht. Dann machen wir natürlich bei solchen Kampagnen mit und veröffentlichen das auf unserer Homepage oder machen auch Veranstaltungen dazu. Das ist ja auch sinnvoll, dass der Bundesverband uns unterstützt, auch mit Material und Ähnlichem, aber vom Prinzip her haben wir hier unsere Aktion vor Ort.“ 
Neben dem Material erhält die Regionalgruppe auch Fördergelder von der Bundes- und Landesebene. Neben den Spenden der Mitglieder wird so die komplette Finanzierung abgedeckt. Deutschlandweit setzen sich mehr als 460.000 NABU-Mitglieder und -Förderer in rund 1.500 Kreisverbänden für die Natur ein. 

In der Vorweihnachtszeit wirbt der NABU mit einer Baumpatenschaft, einer Geschenkidee der besonderen Art. „Ein Baum kostet 70 Euro. Daran leitet sich natürlich kein großes Eigentumsrecht oder Ernterecht ab, es ist mehr eine symbolische Spende. Wir befestigen da ein Schild mit dem Namen.“  Die verschiedenen Arbeitsgruppen und ihre Vorhaben finden Sie im Internet unter www.nabu-osthavelland.de/arbeitsgruppen/.

(jk)

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