Erfolgreicher Naturschutz

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, Bundesministerin Svenja Schulze und Vorsitzender des Stiftungsrates Dr.- Ing. Fritz Brickwedde. Foto: Heinz Sielmann Stiftung

Wustermark.
 Bei einer Geländetour durch die Döberitzer Heide nahmen Svenja Schulze und Dietmar Woidke sowie die brandenburgische Umweltstaatssekretärin Dr. Carolin Schilde von Bund und Land geförderte Landschaftspflegemaßnahmen persönlich in Augenschein. Die Heinz Sielmann Stiftung hatte im vergangenen Jahr Fördermittel in Höhe von 2,7 Mio Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) erhalten. Um die zum Natura 2000-Schutzgebiet gehörenden Flächen mit trockenen Heiden, kalkreichen Sandrasen, feuchten Mähwiesen und Mooren zu erhalten, wurden Schneisen, Kuppen und Hänge freigestellt. Zugewachsene kleine Gewässer wurden freigeschnitten und ausgebaggert, Weidengebüsche entfernt und Schilf gemäht. Die geschaffenen Schneisen verbinden die Lebensräume und ermöglichen den Tieren und Pflanzen, darunter vielen selten Arten, zu wandern und sich auszubreiten.
Bundesministerin Svenja Schulze zeigte sich beindruckt vom Engagement der Heinz Sielmann Stiftung. In Zeiten des weltweiten Artensterbens sei ihr Einsatz für die Erhaltung von seltenen Tieren und Pflanzen, für vielfältige Lebensräume und große Biotopverbünde äußerst wertvoll.
Auch Ministerpräsident Woidke : „Ich bin sehr froh, dass Brandenburg für seine Naturschutzarbeit seit vielen Jahren mit der Heinz Sielmann Stiftung einen hoch kompetenten Partner hat. Das ist ein großartiges Engagement. Die Stiftung leistet auf dem Gebiet seiner fünf großen wertvollen Naturlandschaften hervorragende Arbeit für die Bewahrung der Artenvielfalt, aber auch für die Erlebbarkeit der Natur.“

Mit der Förderung aus dem GAK-Programm übernimmt die Stiftung die Verpflichtung, in den kommenden Jahren die für die Artenvielfalt bedeutsamen Lebensraumtypen im Natura 2000-Netzwerk offen zu halten. Regionale Landwirte als Pächter unterstützen die Pflege der etwa 1800 Hektar großen Naturerlebnisringzone in der Döberitzer Heide durch Beweidung mit Pferden, Rindern, Schafen und Ziegen. Eine Förderung durch den Landkreis Havelland aus dem Kulturlandschaftsprogramm würde den Landwirten die Pflege deutlich erleichtern.

(ps)

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