Unterstützung für die Jugendarbeit

4,5 neue Stellen im Landkreis geschaffen

Die Freude über die Unterstützung der Jugendarbeit im Landkreis ist bei zahlreichen Beteiligten groß. Foto: Gemeinde Brieselang

Havelland. Bei der mobilen und offenen Jugendarbeit in Brieselang, Bredow und Zeestow sollen vertiefende Akzente gesetzt werden. Nachdem der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Havelland erstmals Stellen vergeben hat, ein neues Jugendförderprogramm wurde vor diesem Hintergrund samt entsprechender Richtlinie auf Initiative der Kreisverwaltung zuletzt verabschiedet, ist eine personelle Aufstockung um 1,0 Stellen nun möglich. Nutznießer sollen die Kinder und Jugendlichen sein. Im Sozialraum Havelland-Mitte können insgesamt 4,5 neue Stellen verortet werden, darunter neben Brieselang eine halbe Stelle in Ketzin/Havel sowie 3,0 Stellen in Nauen. Kreisweit wurden insgesamt zehn Stellen geschaffen, wie Havellands Sozialdezernent aus Anlass der bereits offiziell ausgereichten Fördermittelbescheide im Jugendclub „Big Family“ in Bredow im Beisein von Bürgermeister Wilhelm Garn bekanntgab. In einer Pressemitteilung der Gemeinde heißt es zum Thema: "Da die Gemeinde Brieselang weiter wächst und zugleich junge Menschen hinzukommen, war auch aus Sicht des Humanistischen Freidenkerbundes Handeln gefragt, der nun dem gestiegenen Bedarf an Beratungs- und Unterstützungsangeboten insbesondere mit Blick auf die sogenannten Lückekinder (9- bis 13-jährige Kinder, die für den Jugendclub zu jung und für den Schulhort zu alt sind) gezielt begegnen will. Selbiges gilt für Nauen, dort tritt die Stadt neben den Johannitern und dem Freidenkerbund als Träger auf, oder in Ketzin/Havel mit dem Verein Mikado. Die eingereichten Konzepte hatten die Abgeordneten des Jugendhilfeausschusses unter Vorsitz von Michael Koch überzeugt. Die Träger wollen nun in der Schulumfeldarbeit direkt nach Schulschluss aktiv mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt treten. Bei der mobilen Jugendarbeit in Brieselang werden außerdem öffentliche Brennpunkte aufgesucht, um diejenigen mit ins Boot zu holen, die kommerzielle Angebote meiden. Weiterhin soll Kindern und Jugendlichen vermehrt die Möglichkeit vermittelt werden, an Projekten mitzuwirken." Außerdem soll mit dem Stellenausbau in der offenen Jugendarbeit die Jugendclubarbeit in Bredow stabilisiert werden. Beratungs-und Unterstützungsangebote, themenbezogene Gruppenangebote sowie pädagogisch wertvolle Freizeitangebote sollen unterbreitet werden. Über die Inhalte des Aufgabenspektrums hatte sich der Träger, in persona Geschäftsführer Dr. Volker Mueller, mit Thomas Lessing, Fachbereichsleiter Soziales/Finanzen der Gemeinde Brieselang, abgestimmt. Brieselangs Bürgermeister Garn wünscht sich eine „stärkere Kooperation“ mit den angrenzenden Kommunen und zugleich auch einen engeren Informationsaustausch mit den Trägern, um etwa Brennpunkte und Probleme besser identifizieren zu können. Ein regelmäßiger Austausch mit federführenden Akteuren könne befruchtend wirken. Der Landkreis Havelland hat indes in den vergangenen Jahren ohnehin mehr in die Jugendarbeit investiert. Das ist laut Gall auch berechtigt, da seit dem Jahr 2015 mit Blick auf die Bevölkerungsgruppe der null- bis 21-Jährigen ein Anstieg von 13 Prozent zu verzeichnen gewesen sei. Aktuell gibt es übrigens vier Programme, die für die Finanzierung der Jugendarbeit das Fundament bilden (zum Beispiel PKR-Stellen/Land Brandenburg, Schulsozialarbeit & Co.). „Im Landkreis verfügen wir insgesamt über achtundvierzigeinhalb Stellen in der Jugendförderung. 55 Stelleninhaber gibt es aktuell“, so Gall. Das nun neu aufgelegte kreisliche Jugendförderprogramm wird mit einer Gesamtsumme von 240.000 Euro jährlich unterfüttert, wobei die teilnehmenden Kommunen eine Kofinanzierung jeweils in Höhe von 50 Prozent leisten müssen. Das ist auch in Brieselang der Fall. In die Jugendarbeit fließen im Havelland übrigens rund 1,6 Millionen Euro. (ps)

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