Proteste vor dem Wahlsonntag

Potsdam.

Hunderte Potsdamer sind am Sonnabend mit großen Bannern auf die Straße gezogen. Bereits ab 14 Uhr fand auf der Langen Brücke eine Aktion zum EU-weiten autofreien Tag statt. Die Teilnehmer nutzten beide Richtungsfahrbahnen für eine Kundgebung und gliederten sich später in die Demonstration „Stadt für alle“ ein. Zwischen 14 und 16 Uhr war die Lange Brücke für den Kraftverkehr gesperrt. Fußgängern, Fahrradfahrern und Fahrgästen des Öffentlichen Nahverkehrs war es möglich die Lange Brücke wie gewohnt zu nutzen. Laut Polizeiangaben waren 80 Polizisten im Einsatz, die den Verkehr lenkten sowie die Aktionen begleiteten und sicherten. Die Veranstaltungen verliefen ohne nennenswerte Zwischenfälle und blieben friedlich.

Bereits am Freitag wurde eine leerstehende Schule in der Gutenbergstraße/Hebbelstraße in Potsdam besetzt. Die Forderung der Besetzer: Leerstehenden Wohnraum nutzen. Das Haus wurde noch in der Nacht geräumt. Die Besetzer wollten mit der Aktion nach eigenen Angaben „gegen den Ausverkauf der Stadt“ protestieren und vor der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag ein Zeichen setzen. (ela)