Starke Worte an besonderen Orten

Starke Worte an besonderen Orten

Literarische Entdeckungen: Im Mittelpunkt des Festivals stehen Lesungen und Gespräche mit Autoren, Wissenschaftlern und Politologen. Foto: Lange

Sechste Auflage des Literaturfestivals vom 12. bis 17. Juni

Ein kleines Paradies für Bücherfreunde: der Büchermarkt - hier im Rückblick in 2015. Foto: © Dirk Bleicker/LIT:potsdam

Potsdam. Rund 30 Autoren sind beim sechsten Festival LIT:potsdam mit dabei und lesen in Gärten, auf dem Wasser und Bühnen der Stadt. Im Mittelpunkt stehen dabei Lesungen und Gespräche mit Autoren, Wissenschaftlern und Politologen. „Wie jedes Jahr folgen wir bei der LIT:potsdam weder den Bestsellerlisten, noch zwingen wir das Festival unter ein bestimmtes Thema“, betont Karin Graf, künstlerische Leiterin der LIT:potsdam. „Wir bieten eine Vielfalt an Themen, in deren Mittelpunkt existentielle Fragen stehen: Wie leben wir miteinander in einer Straße, einem Dorf, einer Stadt? Wer sind unsere Nachbarn? Was treibt sie um?“
„Writer in Residence“ ist der israelische Schriftsteller und Friedensaktivist David Grossman, wie die Veranstalter ankündigten. Er ist der diesjährige Träger des Israel-Preises für Literatur und hatte 2017 den internationalen Man-Booker-Preis erhalten. Er wird am Freitagabend, 15. Juni, im Park der Villa Jacobs zu Gast sein. Dort spricht David Grossman mit rbb-Intendantin Patricia Schlesinger über „Humor als Waffe“ und liest aus seinem Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“, der von einem tief bewegenden Komiker in einem israelischen Provinznest handelt.
Das Festival-Wochenende wird am Freitag mit einer Floßlesung eingeleitet: Die Autorin Julia Schoch und die Autoren André Kubiczek und Torsten Schulz lesen bei einer Fahrt über Potsdamer Grenzgewässer. Alle drei haben Romane geschrieben, die ihren Dreh­ und Angelpunkt rund um die ‚Wende‘ 1989 haben.
Am Festivalsamstag begegnen sich zudem die Schriftstellerinnen Mariana Leky und Dörte Hansen. Unter der Moderation von Anne-Dore Krohn diskutieren sie im Museum Barberini über „Neue deutsche Heimatliteratur“. Die beiden Autorinnen treten zum ersten Mal gemeinsam auf und befassen sich in ihren Romanen mit dem Leben in der Provinz. Auf dem Land bei Hamburg und im Westerwald versuchen ihre Heldinnen Halt zu finden und zu bewahren. Doch am Ende steht der Aufbruch – Heimatliteratur wird Weltliteratur. Beim Büchermarkt der LIT:potsdam am Sonntagnachmittag laden Verlage, Buchhandlungen, Autoren ein zu Entdeckungen rund ums Buch. Auf dem Programm stehen abwechslungsreiche Lesungen, Buchvorstellungen, Kurzvorträge und viele Mitmachangebote – zum Stöbern, Lesen, Dazulernen und Austauschen für kleine und große Bücherwürmer, Neugierige und Literaturbegeisterte.
Das Festival wird im Auftrag des Vereins lit:pots e.V. und dem Büro für Kultur und Konzept Potsdam organisiert und durchgeführt. Die Schirmherrschaft haben Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und Jann Jakobs, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam, übernommen.
Tickets gibt es online im Ticketshop und an allen bekannten Reservix-Vorverkaufsstellen. Tickets für Dörte Hansen und Mariana Leky gibt es direkt beim Museum Barberini per E-Mail unter www.museum-barberini.com. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.litpotsdam.de. (ela)