Plakate gegen das Komasaufen

Schülerinnen aus Kleinmachnow gewinnen bei dem Plakatwettbewerb

Potsdam.

„bunt statt blau“: Unter diesem Motto schufen im Frühjahr bundesweit mehr als 8.000 Schüler Kunstwerke gegen das „Komasaufen“. Den zweiten Platz in Brandenburg belegen die 15- und 16-jährigen Schülerinnen Vivien Belitz und Nadine Gottschling von der Maxim-Gorki-Gesamtschule in Kleinmachnow. Jetzt wurden die Preise der Kampagne der Krankenkasse DAK-Gesundheit verliehen. Die Brandenburger Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Diana Golze nahm als Schirmherrin der Aktion die Siegerehrung vor.

„Laut einer aktuellen Befragung von Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen trinken in Brandenburg heute wesentlich weniger Jugendliche Alkohol als noch vor zwölf Jahren. Tranken 2005 noch 34 Prozent der Zehntklässler regelmäßig, das heißt mindestens einmal die Woche, Alkohol, waren es 2017 nur noch 15 Prozent. Parallel zu dieser Entwicklung ist der Anteil der Jugendlichen gestiegen, die bis zum Alter von 16 Jahren noch nie Alkohol getrunken hatten“, sagt Gesundheitsministerin Diana Golze. „Das ist ein erfreulicher Trend. Dazu trägt auch die DAK-Plakataktion ‚bunt statt blau‘ bei, bei der sich Jugendliche auf kreative Weise mit dem Thema Alkoholmissbrauch kritisch auseinandersetzen. Ihre Bilder und Plakate sind die besten und authentischsten Botschaften, um ihren Altersgenossen die Gefahren von Alkoholmissbrauch bewusst zu machen.“ „Es ist beeindruckend, mit welcher Kreativität und Kraft die jungen Künstler das Motto „bunt statt blau“ umgesetzt haben“, sagt Martina Hallmann, Chefin der DAK-Gesundheit in Potsdam.

„In der Flasche ertrinken mehr als im Meer“, ist die Botschaft des Plakats der zweitplatzierten Vivien Belitz und Nadine Gottschling. Darauf sitzt ein verzweifelter Mensch in einer Flasche, die von bunten Wellen umspült wird. Landessiegerin wurde die 16-jährige Emma Schmoger aus Cottbus. Den dritten Rang belegt ein Team von der Carl Diercke Oberschule in Kyritz. Der Sonderpreis für jüngere Teilnehmer geht ebenfalls an eine Teamarbeit von 13- und 14-jährigen Schülerinnen des Niedersorbischen Gymnasiums in Cottbus.

Studie belegt Wirkung von „bunt statt blau“

Nach einer aktuellen Onlinestudie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord), an der sich 1.273 Schüler beteiligt haben, erzeugen Gewinnerbilder der Kampagne „bunt statt blau“ eine deutlich höhere Risikowahrnehmung bei Kindern und Jugendlichen. Bereits sehr kurze Präsentationen der Plakate verändern messbar die Einstellungen zu Alkohol. „Die Plakate haben eine sensibilisierende Wirkung, die sich durch traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise nicht erzielen ließ“, kommentiert Martina Hallmann die Ergebnisse der Studie. Den Wettbewerb „bunt statt blau“ gibt es seit neun Jahren. (ps)