Fachkräftenachwuchs und weiche Standortfaktoren

Landrat besuchte erstmals Firmen im Industriepark Premnitz

IPP-Standortmanager Roy Wallenta, Landrat Roger Lewandowski und Wirtschaftsdezernent Jürgen Goulbier (von li.) am Wasserturm Premnitz. Foto: mol

Premnitz.

Im Industriepark Premnitz (ipp) sind über 80 Prozent der rund 130 Hektar großen Fläche an Unternehmen vermarktet. Die rund 40 angesiedelten Unternehmen haben insgesamt rund 1.300 Mitarbeiter. Im letzten Jahr wurde der Abriss der früheren Viskose-Produktionsanlagen begonnen. Bis Ende des Jahres sollen diese Arbeiten beendet sein. Am vergangenen Freitag besuchte der Landrat die Unternehmen im Industriepark. „Die Stadt hat sich in den letzten 13 Jahren, die ich in der Kreisverwaltung begleitet habe, gut entwickelt“, so Roger Lewandowski, seit einem Jahr als Landrat des Havellandes im Amt. „Der Industriestandort hat sich, verglichen mit dessen Geschichte über mehr 100 Jahre und dem Umbruch nach 1989 wieder gut und vielfältig entwickelt. Einzelne Unternehmen sind mit ihren innovativen Produkten sogar in der Weltspitze.“

Während eines 90-minütigen Gesprächs mit Vertretern aller im ipp ansässigen Unternehmen informierte sich der Landrat, mit welchen durch die Verwaltung beeinflussbaren Rahmenbedingungen die Kreisverwaltung die Entwicklung vor Ort und die Neuansiedlung weiterer Firmen auch künftig unterstützen kann. „Thema der Gespräche war der Fachkräftemangel“, fasst ipp-Standortmanager Roy Wallenta den Besuchstag zusammen. „Um diese anzusiedeln sind auch weiche Standortfaktoren, wie die Möglichkeit, ein privates Haus bauen können, das Kulturangebot oder die Anbindung der Stadt an die Region durch den öffentlichen Personennahverkehr.“ Während seines ersten Besuchs informierte sich der Landrat bei der Märkischen Faser GmbH, der Blücher-Gruppe, der Havelländischen Zink-Druckguss GmbH und der Rampf Bau GmbH während einer Werksführung. Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs wollen die Firmen im ipp demnächst mit einer organisierten Besuchstour das Potential der in der Region lebenden Flüchtlinge mit entsprechendem Aufenthaltsstatus nutzen.

Dem ersten Besuch des Landrates im Industriepark, begleitet durch den für die Wirtschaftsförderung zuständigen Dezernenten Jürgen Goulbier, wird noch in diesem Jahr ein weiterer intensiver Besuch folgen.

mol

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