Neun Sekunden fehlten am Sieg

Potsdam Royals unterliegen denkbar unglücklich 41:34

Daniel Vöhringer erzielte den ersten Touchdown für die Potsdam Royals. Foto: Gerhard Pohl

Potsdam. Mit 41:42 (14:20) verließen nach spannenden 3:25 Stunden Potsdams Königliche gegen die Cologne Crocodiles, ohne Punkte das Stadion Luftschiffhafen. Damit verpassten die Royals weiter ihren ersten Heimerfolg und verfügen jetzt über 2:6 Punkten, was in der GFL-Nordstaffel gegenwärtig den 5. Platz bedeutet. Am Ende fehlten den Gastgebern nur 9 Sekunden am erhofften Sieg, den sie ja schon in der Hand hatten. Denn bis zu diesem Zeitpunkt lagen sie mit 41:34 in Führung. Beide Teams kennen sich aus gemeinsamen GFL2-Zeiten, wo sie sich mehrfach gegenüber standen. Da hatte man einen engen Fight erwartet, der es auch dann auch wurde. Immerhin reisten die Kölner mit der Empfehlung eines überzeugenden 32:14 gegen die Kiel Baltic Hurricanes in Potsdam an.
Bei dem ganz im Zeichen von „Blaulicht“ stehenden Vergleiches, wo der Verein 350 Eintrittskarten den Rettungs- und Sicherheitskräften als Dank für ihre ständige Einsatzbereitschaft zur Verfügung stellte, begannen vor 1640 Zuschauern die Gäste mit viel Druck. Die Royals gelangten nach der 4. Minute 0:7 und noch im ersten Quarter 0:13 ins Hintertreffen, ehe Daniel Vöhringer nach einem präzisen Pass von Quarterback David-Austin Gahafer sowie David Saul mit ihren Touchdown und Patrick Felber mit seinen Extrapunkten zählbares für die Gastgeber erzielen konnten. Dabei kamen die Potsdamer den Crocodiles mit zahlreichen Fehlern sowie Foulstrafen oft entgegen. Beim Stand von 14:20 ging es in die Halbzeit. Danach hatte sich Potsdam besser auf den robusten Gegner und bis zu diesem Zeitpunkt dominierendes Team eingestellt, ja bestimmten das Geschehen und es entwickelte sich ein attraktives, dramatisches und gutklassiger Fight im Stadion Luftschiffhafen. Tyvis Smith und Max Zimmermann brachten nach dem Wiederanpfiff die Königlichen mit 27:20 erstmals in Führung, welches die cleveren Gäste unmittelbar im Anschluss ausgleichen konnten. Das couragierte Auftreten der Royals zeigte Wirkung und brachte zählbares. Das Team von Cheftrainer Michael Vogt war hell wach und mit viel Biss im Angriff. Tyvis Smith gelang zu Beginn des vierten Quarters die erneute Potsdamer Führung, es stand 34:27 auf der Anzeigetafel und die Königlichen setzten durch Frederik-Myrup Nielsen nach dessen tollen Sprint noch einen Touchdown plus Extrapunkt zum 41:27 drauf und das nach einem 0:13 Auftakt. Der Sieg war greifbar. Am Ende verkürzten die Crocodiles neun Sekunden vor dem Abpfiff auf 41:40 und machten anschließend mit einem ‚Zweier‘ (Conversion) ihren knappen und etwas glücklichen Sieg perfekt, der auch anders ausfallen können.
Ein Ausruhen gibt es nicht, denn bereits am Sonnabend bestreiten die Potsdam Royal ab 15 Uhr im Stadion Wilmersdorf ein Auswärtsspiel gegen die noch unbezwungenen Berlin Rebels. (gp)

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