Potsdams U12-Nachwuchs sichert deutsches Endrunden-Ticket

OSC-Wasserballer gewinnen daheim Vorrunde des Deutschen Pokals

Kapitän und bester Werfer des geschlossenen Potsdamer U12-Teams: Sieben der 28 Potsdamer Tore erzielte Moritz Barth. Foto: Sandra Seifert

Potsdam.
Der Wasserball-Nachwuchs des OSC Potsdam hat sich im neugeschaffenen Deutschen U12-Pokal direkt für das Endrunden-Turnier qualifiziert. Die Kids der Trainer Gregor Karstedt und Harry Volbert sicherten sich souverän im heimischen Sportbad blu das Ticket fürs „Final Four“, das am 9./10. Juni zur Austragung kommt. Dort werden sie gegen die Wasserfreunde Spandau 04, den SSV Esslingen und die White Sharks Hannover um deutsches Edelmetall kämpfen.
„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“, lobte Coach Karstedt. „Wir haben uns im Turnierverlauf immer weiter gesteigert und verdient das Ticket zur Finalrunde gesichert.“ Neben Volbert gelte auch großer Dank den anderen beiden ehrenamtlichen Trainern Jürgen Purschke und Klaus Krohse, die sich im Jahresverlauf sehr stark in der Entwicklung dieser Mannschaft eingebracht hätten. Mit Siegen gegen den SVV Plauen (8:1), den SV Bayer Uerdingen 08 (12:6) und den Düsseldorfer SC 1898 (8:1) fuhr der Potsdamer Nachwuchs der Jahrgänge 2006 und jünger mit einer makellosen Bilanz von 6:0 Zählern und 28:8 Treffern den Gruppensieg ein.
Grundlage in allen Spielen sei laut Karstedt die starke Defensive um OSC-Keeper Hermann Styrc gewesen, die in den drei Begegnungen lediglich acht Tore zuließ. Nach etwas nervösem Beginn in der ersten Turnierpartie gegen Plauen setzte sich der OSC nach Treffern von Joost Andrees, Lennox Wobbrock und Constantin Schwarzer zur Halbzeit mit 3:0 ab. Erst Ende des dritten Viertels konnten die Vogtländer beim Stand von 6:0 – Moritz Barth und Jonas Große (2) hatten getroffen – das erste Tor erzielen. Im letzten Abschnitt hielt Styrc aber seinen Kasten wieder sauber und der OSC siegte nach Treffern von Große und Kapitän Barth sicher 8:1 (1:0, 2:0, 3:1, 2:0).
Auch in der zweiten Partie gegen Uerdingen konnte sich der Gastgeber rasch vorentscheidend absetzen. Bis zum 5:0 nach Treffern von Schwarzer (2), Wobbrock (2) und Paul Könnicke spielte der OSC nahezu fehlerlos. Große markierte noch das 6:1, bevor die westdeutschen Gäste zu Beginn des dritten Viertels bis auf 6:4 aufschließen konnten. Potsdam straffte sich aber rasch und klärte wieder die Fronten. Jeweils zwei Buden von Wobbrock und Barth innerhalb von knapp zwei Minuten führten zum 10:4. Die Treffer zum Endstand von 12:6 (2:0, 4:3, 4:2, 2:1) erzielten im Schlussviertel Wobbrock und Michael Vorogushyn.
Das beste Spiel lieferte der OSC am Sonntag-Mittag im entscheidenden Match gegen den späteren Gruppen-Zweiten Düsseldorf. Aus einer tollen Abwehr heraus erzielten Barth und Ole Ludwig im ersten Viertel die 2:0-Führung. Auch im zweiten Durchgang konnte Düsseldorf kein Tor erzielen, während die Karstedt-Kids ihren Vorsprung durch Große, Schwarzer und Barth auf 5:0 ausbauen konnten. Dem 6:0 durch Schwarzer folgte dann das erste Tor des westdeutschen Pokalsiegers. Im Schlussviertel trafen noch Barth und Schwarzer zum umjubelten 8:1 (2:0, 3:0, 1:1, 2:0)-Erfolg.
Inwieweit eine Medaillenchance auf der Endrunde besteht, lässt sich aus den Vorrunden-Ergebnissen nicht ableiten. „Als Zweiter des Ost-Pokals gegen die Titelträger aus dem Süden, Norden und Osten sind wir wohl eher Außenseiter“, denkt Karstedt. „Aber am Wochenende konnten wir auch den Westsieger schlagen. Mit harter Trainingsarbeit in den nächsten Tagen können wir es vielleicht doch packen.“ (al)

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