Zum Handeln ermuntern

Im Gespräch mit Ministerpräsident Dietmar Woidke

Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident, bennennt Herausforderungen der Landesregierung 2018. Foto: www.brandenburg.de

Potsdam.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hatte in Berlin ein Wörtchen mitzureden als der Koalitionsvertrag ausgehandelt wurde. Nicht ganz ohne Stolz berichtete er vergangene Woche den Journalisten von Wochenzeitungen im Land Brandenburg von Ergebnissen, Problemen und Zukunftsaussichten für Brandenburg in komprimierter Form.
Den ausgehandelten Koalitionsvertrag bezeichnete er als „großen Schritt in die richtige Richtung“. „Da sind ganz wesentliche Dinge enthalten, die uns in den kommenden Jahren voranbringen“, so Woidke. „Es geht vor allen Dingen darum, das Land gerechter zu machen und soziale Probleme zu entschärfen.“
Ambitionen in den Bundestag zu gehen, hege er jedoch nicht, gesteht Dietmar Woidke. Die Brandenburger liegen ihm am Herzen. Es macht ihm Spaß im Land unterwegs zu sein.

Neue Imagekampagne
Aktuell wird auch am Image der Brandenburger gepfeilt. „Brandenburg.Es kann so einfach sein“ so der vorläufige Slogan. „Es kann so einfach sein“ vermittle zum einen eine Brandenburger Haltung: Einfach Dinge anzupacken und zu machen – und märkische Bodenständigkeit.
„Es kann so einfach sein“ bedient zugleich eine Sehnsucht vieler Menschen einfacher eine Balance im Leben zu finden, eine hohe Lebensqualität und die Möglichkeit, sich im Beruf zu verwirklichen.
„Es kann so einfach sein“ steht aber auch für die Botschaft, eigene Ideen einfacher als anderswo umsetzen zu können: ein Studium, eine bezahlbare Wohnung oder Arbeit finden, am Wasser zu leben. Lebensentwürfe sind einfacher zu realisieren: Mehr Platz, niedrige Kosten, mehr Freiheit.
Die Kampagne verstehe sich dabei nicht als Generalversprechen für ein einfaches und unbeschwertes Leben. Das kann natürlich auch in Brandenburg mal schwierig sein. Es ginge hier vielmehr um den Lebensstil und die Herangehensweise sowie die Möglichkeiten in Brandenburg, die einen Gegenentwurf zum oft hektischen und unübersichtlichen Großstadtleben bieten.
Geplant ist, die Kampagne zum 1. Mai 2018 zu starten. Es soll Brandenburg bekannter machen und Lust darauf, hier zu leben, zu arbeiten oder sich zu erholen. Hintergrund ist eine bundesweite Umfrage im vergangenen Jahr. In deren Ergebnis sich zeigte, das das Land Brandenburg in der bundesweiten – geschweige denn internationalen – Wahrnehmung wenig präsent ist. Die Kosten der Kampagne sind für 2018 mit einer Million Euro beziffert. (ela)

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