Verweigerte Strafzahlung

Gespräch mit dem Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) geplant

Bange Frage: Bleibt das Stadion leer? Nach Ausschreitungen im Regionalligaspiel gegen Cottbus weigert sich der SV Babelsberg, eine Strafe zu zahlen. Der Nordostdeutsche Fußball-Verband reagierte mit aller Härte. Foto: man/Archiv

Potsdam.

Der Streit zwischen dem Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) und dem SV Babelsberg 03 dauert an und lässt sich nicht ganz leicht nachvollziehen. Sicher ist im Moment nur, dass es weitere Gespräche geben wird. Einer Mitteilung vom Freitag zufolge, befindet sich der SV Babelsberg 03 aktuell in Terminabstimmung mit dem NOFV für ein „klärendes Gespräch ohne Vorbedingungen“. Dieses soll zeitnah stattfinden. Dabei ist vom Laufe dieser Woche die Rede.
Der NOFV hatte beim Verbandsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Verfahrens eingereicht. Sollte dem stattgegeben werden, könnte der Viertligaklub mit einer Spielsperre belegt werden. Hintergrund des seit Monaten andauernden Streits ist eine durch den Verband verhängte Strafzahlung in Höhe von 7000 Euro. Das Abbrennen von Pyrotechnik und „Nazischweine“-Rufe der Babelsberger Fans beim Spiel gegen Energie Cottbus im April vorigen Jahres sind Gegenstand der Auseinandersetzung. Während der Regionalligist das Urteil wegen des Abrennens von Pyrotechnik akzeptiert, wendet er sich gegen die Urteilsbegründung des NOFV eine Gleichsetzung zwischen den rassistischen und antisemitischen Schmähungen der Cottbuser Fans und der Reaktion darauf durch die eigenen Anhänger.

Der SV Babelsberg  ließ bereits zwei Fristen verstreichen. Eine Spielsperre würde erst im Falle einer Babelsberger Zahlung wieder aufgehoben werden. Gleichzeitig hatte Babelsberg seine Fans um Spenden für die zu erwartenden Gerichts- und Anwaltskosten gebeten.  „Wir sind sehr dankbar für die breite und konkrete Unterstützung für unseren Verein und unser Eintreten gegen ‚Rechts‘, so Archibald Horlitz, Vorstandsvorsitzender des SV Babelsberg 03. (ela)

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