OSC mit Punktgewinn im Schlussspurt

Wasserballer erkämpfen 8:8-Unentschieden beim Tabellen-Vierten

Zwei Treffer gegen die SG Neukölln: Erik Miers erzielte das 1:0 und 5:7. Foto: Sandra Seifert

Potsdam. Mit Blick auf den Spielverlauf des Bundesliga-Lokalderbys zwischen der SG Neukölln und des OSC Potsdam am Sonnabend in der Schöneberger Schwimmhalle können die Gäste aus Potsdam wohl zufrieden mit dem Punktgewinn beim 8:8-Unentschieden sein. Knapp zwei Minuten vor dem Abpfiff lag die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir noch 6:8 zurück, erkämpfte sich aber das Remis.
„Wir sind mit diesem Punkt gut bedient, obwohl wir am Ende sogar gewinnen können“, bewertete der zweifache Torschütze Erik Miers das Ergebnis. „Wir waren haben zwar das ganze Spiel mehr getan als Neukölln, aber den Keeper berühmt geschossen.“ Tatsächlich zog der später zum „Spieler des Tages“ gewählte SGN-Torhüter Florian Thom den Potsdamern fast im Alleingang den Zahn. Selbst im Schlussviertel, das der OSC 4:1 gewann, vereitelte Thom eine Reihe höchstkarätiger Chancen. Zuvor schwamm Potsdam nach dem 1:0-Führungstreffer von Miers permanent einem Rückstand hinterher. Die im Abschluss konsequenteren Berliner konnten sich zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 3:1 absetzen. Dem Anschlusstreffer von Lukas Küppers folgte postwendend das 4:2. Per Strafwurf verkürzte Christian Saggau 3:4, doch 20 Sekunden später zappelte der Ball wieder im Netz des starken Potsdamer Torwarts Marc Langer. Erstmals mit drei Treffern setzte sich Neukölln im dritten Viertel ab. Der frühere Potsdamer Centerspieler Spencer Hamby traf zum 6:3. Potsdam kämpfte verbissen, Zählbares sprang aber erst 16 Sekunden vor der letzten Pause heraus, als Saggau nach Zeitstrafe von Neukölln zum 6:4 traf. Doch statt mit diesem Ergebnis in den letzten Abschnitt zu gehen, markierte Hamby sogar noch das 7:4. Trotz dieses Treffers steckte das Tchigir-Team nicht auf. Miers eröffnete die Aufholjagd mit dem 5:7 im letzten Durchgang, Küppers erzielte den 6:7-Anschluss. Auch das zwischenzeitliche 6:8 konnte das wilde Anrennen des OSC nicht stoppen. Saggau markierte das 7:8, und Deni Cerniar traf knapp eine Minute vor Schluss zum 8:8 (1:2, 2:3, 1:2, 4:1)-Endstand. Mit dem Punktgewinn kletterte der OSC mit nun 7:15 Zählern zunächst auf den fünften Rang der Deutschen Wasserball-Liga. Die Abstiegsgefahr in der spannenden Pro A-Staffel ist aber noch lang nicht gebannt. Punktgleich auf dem sechsten Platz rangiert der SV Bayer 08 Uerdingen, mit 6:16 Punkten liegt der SSV Esslingen derzeit auf dem Relegations- und die White Sharks Hannover (4:18) auf dem direkten Abstiegsplatz.
Vier Wochen Nationalmannschaftspause liegen nun vor allen Mannschaften, bis es am 10. März mit dem zwölften Spieltag weiter geht. Da gastiert der OSC in der nächsten Schlüsselpartie in Esslingen. (al)

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