Handball: Pokalsieger kommen aus Frankfurt/Oder und Potsdam

Jubel beim Pokalsieger 1. VfL Potsdam. Foto: Handball-Verband/Reusner

Potsdam. Die Frankfurterinnen setzten sich am Wochenende im Finale gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst mit 22:12 durch. Zur Pause hatte es noch 9:9-Unentschieden gestanden. Der 1. VfL Potsdam II, ein Team mit vielen zweitligaerfahrenen Spielern, holte sich den Titel durch einen knappen 29:28-Erfolg in einem echten Herzschlag-Finale gegen den Ludwigsfelder HC.
Mehr als 1300 Zuschauer erlebten in Potsdam einen Final Four-Wettbewerb mit spannenden und intensiven Spielen. Äußerst knapp ging es bei den Männern schon bei den am Sonnabend ausgetragenen Halbfinal-Partien zu. Der 1. VfL Potsdam mit Spielern wie Björn Rupprecht, Victor Pohlack oder Stephan Mellack setzte sich nach Verlängerung im Siebenmeterwerfen gegen den Brandenburgliga-Meister HSG Teltow-Ruhlsdorf mit 36:34 durch. Und für den Ludwigsfelder HC erzielte Philip Höhna eine Sekunde vor Spielende das entscheidende 30:29 im Halbfinale gegen den HV Grün-Weiß Werder.
Bei den Frauen endeten die Halbfinal-Begegnungen eindeutiger: Die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst besiegte den TSV Germania Massen mit 39:19, der Frankfurter HC gewann gegen den SV Brandenburg-West mit 49:25.
Das Finale am Sonntag blieb dann lange spannend. Nach dem Unentschieden zur Pause, drehten die Frankfurter Drittliga-Handballerinnen in der zweiten Hälfte dann zunehmend auf und kamen noch zu einem klaren 22:12-Erfolg. Sie qualifizierten sich damit für den DHB-Pokal der nächsten Saison.
Im Finale der Männer sah es lange Zeit nach einem Erfolg des Ludwigsfelder HC, aktuell Drittplatzierter in der Oberliga Ostsee-Spree, aus. Das Team von Trainerin Nicole Klante führte noch in der 47. Minute mit 24:20. Doch die selbsternannten Potsdamer „Steinadler“ ließen sich nicht abschütteln. „Schon in Zweitliga-Zeiten haben wir oft die Spiele erst am Ende gerissen“, so Potsdams Betreuer Göran Böhm. Sein Team erreichte – auch durch elf Treffer des zum besten Spieler der Partie gewählten Björn Rupprecht – noch einen 29:28-Sieg und konnte anschließend den Landespokal aus den Händen von Handball-Verbandspräsident Rüdiger Ziemer entgegen nehmen.
Die Pokal-Verantwortlichen des Handball-Verbands um Staffelleiter Maik Beifuß zeigten sich sehr zufrieden mit der Publikums-Resonanz, den Leistungen der Schiedsrichter und vor allem den Aufritten der beteiligten Mannschaften. Auch die Potsdamer MBS-Arena habe sich als Austragungsort für das „Final Four“ des Handball-Verbands Brandenburg bewährt. (mn)


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