Kunst trifft auf Politik

Festival „Made in Potsdam“ präsentiert Tanz, Kunst und Musik

In „The Eternal Return“ ist die Begegnung zwischen den Darstellenden flüchtig und immer wieder neu, trotz der ständigen Wiederholung. Auf engem Raum bewegen sich 15 PerformerInnen in immer wiederkehrende Handlungssequenzen. Spieldaten: Freitag 12. Januar, um 19.30 Uhr sowie Sonnabend, 13. Januar, um 21 Uhr. Foto: Diego Agullo

Potsdam. Island trifft auf den Iran, Tanz trifft auf Politik, Literatur auf Musik und das alles „Made in Potsdam“?
Die fabrik Potsdam und der Waschhaus Kunstraum schaffen beim Festival Made in Potsdam einen Raum für internationale und nationale Künstler, die die Schiffbauergasse zu einem Ort der zeitgenössischen Kunstproduktion, für aktuelle Positionen, Debatten und künstlerische Reflektionen machen. Vom 10. bis 15. Januar werden unterschiedliche Kunstrichtungen präsentiert mit unter anderem zwei Deutschlandpremieren und einer neuen Ausstellung.
Dabei fallen in diesem Jahr in drei Arbeiten die politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen auf. Die Deutschlandpremiere „Being“, die Begegnung zwischen einer isländischen Choreografin und zwei iranischen Tänzern, stellt die unmittelbar politische und existentielle Frage: Wie tanzen, wenn es das Wort Tanz nicht geben darf und die Berührung zwischen Mann und Frau ein Tabu ist und unsichtbar zu bleiben hat? Die Sprache des Körpers, ihre stummen Andeutungen, sind im Iran politisch brisant. Ein Thema, das Bára Sigfúsdóttir in dieser Produktion hochsensibel und mit einer leisen Inszenierung auf die Bühne bringt.
Doch nicht nur Tanz ist politisch. Mit der Ausstellung „Politiken des Designs“ präsentieren Nachwuchs-DesignerInnen der Fachhochschule Potsdam ihre Entwürfe zu Fragen der Partizipation und Einflussnahme in der sozialen, gesellschaftlichen und politischen Gegenwart. Der Kunstraum wird so bis zum 27. Januar zu einem Ort der Auseinandersetzung: eine Ausstellung, geführte Rundgänge, öffentliche Lehrangebote, spielerische Aktionen und Diskussionen mit Gästen laden ein, Gestaltung und Politik vor dem Hintergrund unserer Gegenwart weiterzudenken. Detaillierte Informationen zum Festival und zum Programm gibt es im Internet unter www.madeinpotsdam.com. (ela)

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