Dankeschönveranstaltung nach Xavier

Der Einsatz der Ehrenamtlichen beim Sturmtief "Xavier" wurde in Werder / Havel gewürdigt. Foto: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt / Werder

Werder / Havel. Mit einem deftigen Spanferkel-Imbiss hat sich die Stadt Werder / Havel am Sonnabend bei ihren Freiwilligen Feuerwehrleuten für die Einsätze im Zusammenhang mit Sturmtief Xavier bedankt. Der Orkan hatte auch im Raum Werder für erhebliche Sachschäden gesorgt, wobei es zum Glück keine Verletzten gab. Bürgermeisterin Manuela Saß würdigte die Freiwilligen Feuerwehren für ihre umfangreichen Hilfeleistungen. Komprimiert auf einen kurzen Zeitraum hätten die Feuerwehrleute Dutzende Male ausrücken müssen.

Die Bürgermeisterin dankte zugleich den Werderaner Familien, die tagelang auf Väter oder Mütter verzichten mussten. Ohne den familiären Rückhalt sei die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehren gerade in solch extremen Sonderlagen nicht leistbar. Deshalb waren auch Ehepartner und Kinder zu der Runde im Veranstaltungssaal des Werderaner Feuerwehrdepots eingeladen. Insgesamt nahmen rund 120 Gäste an der Dankeschönveranstaltung teil.

Die Einsatzzahl im Zusammenhang mit Xavier war rekordverdächtig: Die sieben Werderaner Ortswehren waren zu insgesamt rund 140 Sturmeinsätzen gerufen worden. "Das ist deutlich mehr als die Hälfte der sonst üblichen jährlichen Einsatzzahl und wird die Einsatzstatistik in diesem Jahr erheblich verändern", so Stadtwehrführer Robert Teschke.

In erster Linie habe es Baumschäden gegeben. Fahrzeuge und Gebäude seien beschädigt und Straßen und Wege versperrt worden. "Entlang der L90 zwischen Glindow und Klaistow waren die Bäume wie Streichhölzer umgeknickt. Selbst langjährige Feuerwehrleute hatten so etwas noch nie gesehen", so Robert Teschke. Die meisten Einsätze habe es zwischen den Nachmittagen des 5. und 8. Oktober gegeben.

"Die Einsatzdichte hat uns an die Grenzen gebracht", so der Stadtwehrführer. Am Sonntag seien alle froh gewesen, dass der Funkmeldeempfänger wieder etwas seltener piepte. Bis heute seien die Nachwirkungen Xaviers zu spüren und werde die Feuerwehr gerufen, weil Gefahren oder Schäden durch herabstürzende Äste oder Bäume drohen oder entstehen.

Die Gelegenheit am Samstag wurde genutzt, um der Frauentruppe der Ortsfeuerwehr Plötzin für ihr erfolgreiches Wettbewerbsleben zu danken und einen Scheck in Höhe von 250 Euro zu überreichen. (hk)

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