Kampf gegen den Müll

Nauener diskutierten Pläne für ein sauberes Stadtbild

Bei einem politischen Stammtisch wurde aktiv diskutiert, wie die Sauberkeit des Nauener Stadtbildes verbessert werden kann. Foto: Stadt Nauen

Nauen. Immer mehr Bürger ärgern sich über den achtlos oder vorsätzlich weggeworfenen Müll im sonst sauberen Stadtbild. Dazu fand ein überparteilicher politischer Stammtisch unter der Moderation des ehemaligen Stadtverordnetenvorsitzenden Hartmut Siegelberg (SPD) statt. Diskutiert wurde das Thema „Nauen – eine saubere Stadt.“ Allen Teilnehmern der Runde war indes klar, dass eine saubere Stadt schöner ist als eine Stadt voller Müll. „Herrenloser Müll wird im Stadtgebiet ganzjährig beräumt, wobei Papierkörbe von der DLG drei Mal wöchentlich entleert werden“, sagte Ilona Pagel, Nauens Fachbereichsleiterin für Ordnung und Sicherheit. Weiter äußerte sie: „Immer wieder bringen Mitmenschen ihren Müll nicht in die dafür vorhandenen Mülltonnen, sondern stellen ihn einfach auf dem Bürgersteig ab oder stopfen sie in die öffentlichen Papierkörbe.“ Nach ihrer Ansicht müssen erst rechtliche Probleme geklärt werden, damit der Anreiz wegfällt, Müll illegal zu entsorgen, so die Fachbereichsleiterin. „Die Stadt München verhindert beispielsweise sogenannte Müllschleusen, die die Bürger mittels elektronischer Karte bezahlen müssen“, erläuterte sie. Dr. Irene Petrovic-Wettstädt, pädagogische Leiterin und Geschäftsführerin des Leonardo-da-Vinci-Campus, befürwortet ebenfalls einen „Frühjahrsputz“. „Natürlich muss man die Schulen in die Pflicht nehmen - dann aber auch die Eltern und Großeltern der Kinder“, forderte sie, denn schließlich sei ein sauberes Stadtbild - auch auf dem Weg zur Schule - ein hoher ideeller Wert, in den investiert werden müsse, so die Schulleiterin. Ein konkretes Ergebnis gab es am Ende der Debatte zwar noch nicht, der Anfang für eine Initiative scheint aber gemacht zu sein. „Bürgerengagement ist das Beste, was es gibt“, beschwor Moderator Siegelberg, allein die Koordinierung durch eine Arbeitsgruppe müsse geschaffen werden. „Es gibt in Nauen bereits zwei Vereine, die das Vorhaben ehrenamtlich unterstützen wollen“, sagte er. DLG-Chef Zieris kündigte an: „Die Stadt Nauen und die DLG suchen ebenfalls nach einer Lösung, wie der eingesammelte Klein-Müll dann weiter entsorgt werden kann.“ Und die Nauenerin Sarah Götze, die am Forum teilnahm, kündigte noch am Abend ihre Unterstützung an: „Ich kümmere mich gerne um die Zuschriften an eine allgemeine E-Mail Adresse und sammle die Namen der Engagierten für den nächsten Stammtisch, bzw. kümmere mich darum, dass man zusammen kommt“, schlug die Aktivistin vor. Der nächste Stammtisch vom Politischen Forum Nauen findet am 19. Juni um 18 Uhr im Café des Stadtbades statt. Thema: „Was wünschen sich junge Menschen in Nauen?.“ Wie sollte das Müllproblem in Nauen gelöst werden? Mailen Sie uns an nauen@preussenspiegel-online.de (ps/man)

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