Potsdam hat wieder eine Oscar-Trophäe

Gerd Nefzer erhielt eine Auszeichnung für die Gestaltung der Special-Effects

Potsdam. Potsdam. Der Potsdamer Gerd Nefzer hat in der Nacht zu Montag einen Oscar in der Kategorie „Best Visual Effects“ gewonnen. Der gebürtige Schwabe kommt zeitnah zurück nach Babelsberg, um mit seinem Team den Preis zu feiern. Oberbürgermeister Jann Jakobs gratulierte dem Oscar-Gewinner und sagte: „Das ist ein verdienter Preis für den ‚Wettermacher‘ dieses spannenden Science Fiction-Films. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, auf welch hohem Niveau Potsdamer Filmschaffende arbeiten. Der Oscar ist gut für den Filmstandort Babelsberg und er ist auch gut für die Landeshauptstadt.“ Nefzer sorgte mit seiner Potsdamer Firma dafür, dass Harrison Ford und Ryan Gosling am Set des imposanten Science Fiction-Sequels „Blade Runner 2049“ mit ganz viel Wind, Regen oder Nebel kämpfen mussten. Speziell für Harrison Ford wurde von Nefzers Potsdamer Firma ein etwa 50 mal 50 Meter großes Wasserbecken gebaut, in dem Ford in einer Schlüsselszene des Films versinken konnte. Das hatte die Akademie zutiefst beeindruckt. Der Special-Effects-Künstler aus Potsdam erhielt dafür den Oscar gemeinsam mit Richard R. Hoover, Paul Lambert und John Nelson. Der ehemalige Landwirt und studierte Agrartechniker stieg in die Firma Nefzer Special Effects ein, die von seinem Schwiegervater Karl Nefzer 1968 im baden-württembergischen Schwäbisch Hall gegründet wurde. Gemeinsam mit seinem Schwiegervater und dessen Sohn Uli Nefzer baute er die Special-Effects-Sparte des Unternehmens auf. Im Jahr 1989 gründeten die Nefzers eine Filiale in Potsdam-Babelsberg. Vor zwei Jahren erhielt Martin Bohm aus Falkenseee einen Oscar. Er war für die visuellen Effekte im Film „Ex Machina“ verantwortlich. Was sagen Sie zur Auszeichnung des Potsdamers Gerd Nefzer? Welcher Film der diesjährigen Oscar-Verleihung ist ihr persönlicher Favorit? Schreiben Sie uns ihre ausführliche Meinung zum Thema per E-Mail an nauen@preussenspiegel-online.de (ps/man)

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