Gegen rechtsextreme Gewalt

Sporthalle zwei Jahre nach Brandanschlag wieder aufgebaut

Der Bundestagsabgeordnete Harald Petzold (Die Linke), Landtagsabgeordnete Barbara Richstein(CDU), Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD), Landrat Roger Lewandowski und der Nauener Bürgermeister Detlef Fleischmann feierten die Einweihung der wiederaufgebauten Turnhalle am OSZ Havelland. Foto: man

Nauen. Zwei Jahre nach dem Brandanschlag ist die wiederaufgebaute Sporthalle des Oberstufenzentrums Havelland in Nauen ihren Nutzern übergeben worden. In seiner Ansprache erinnerte Innenminister Karl-Heinz Schröter an den verheerenden Brandanschlag im August 2015. Dieser hatte die Sporthalle, die als zeitweise Notunterkunft für Asylbewerber vorgesehen war, völlig zerstört. Der Schaden belief sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Der Brandanschlag war laut Innenministerium die schwerste Straftat im Zusammenhang mit fremdenfeindlichen Angriffen auf Asylbewerberunterkünfte in Brandenburg seit 20 Jahren. Schröter sagte dazu: "Der Anschlag war die heimtückische Tat von rechtsextremistischen Brandstiftern. Direkt danach gingen hunderte Nauener Bürgerinnen und Bürger auf die Straße und setzten ein Zeichen gegen Gewalt und Fremdenhass. Dank der Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft konnten die Täter gefasst und zu hohen Haftstrafen verurteilt werden. Brandenburg lässt es nicht zu, dass Rechtsextremisten durch derart niederträchtige Anschläge das friedliche Zusammenleben der Menschen gefährden und das Ansehen unseres Landes beschädigen. Der zügige Wiederaufbau der Sporthalle ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich niemand von solch feigen Anschlägen beeindrucken lässt. Ein großes Lob auch an die Verantwortlichen und Bürger von Landkreis und Stadt – sie haben von Anfang an Haltung beweisen und klare Kante gezeigt". Sportlich eingeweiht wurde die wiederaufgebaute Halle mit einem Volleyballturnier. Daran nahmen Mannschaften aus Schülern, Lehrern, Architekten und Planern teil. Ein ausführlicher Bericht zum Wiederaufbau der Sporthalle mit weiteren Reaktionen erscheint in der nächsten Ausgabe des Nauener Preussenspiegels. (ps/man)

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