Kampf gegen illegale Müllentsorgung

SPD-Bürgermeisterkandidat betrachtet Probleme

Die Müllentsorgung in Nauen wird von Bürgern und Politik aktiv diskutiert. Foto: SPD Nauen

Nauen. Das Müllproblem der Stadt beschäftigt auch den SPD-Bürgermeisterkandidaten Oliver Kratzsch. Dieser wollte sich deshalb selbst ein Bild der aktuellen Lage machen und begleitete Eckhard Zschörper (im Auftrag der DLG mit der Leerung der Körbe beauftragt) bei der Leerung der Papierkörbe in der Kernstadt. Kratzsch hat die Diskussion über Maßnahmen gegen die Vermüllung der Stadt aktiv geführt. „Ich möchte nicht nur vom Tisch aus diskutieren, sondern mache mir zu allen Themen gern ein eigenes Bild von der Situation und freue mich, dass ich Herrn Zschörper heute begleiten darf“. Doch was war Anlass für die Diskussionen? Dazu heißt es in einer Pressemitteilung der hiesigen Sozialdemokraten: "Die 90 öffentlichen Papierkörbe der Stadt wurden immer wieder prall mit Hausmüll der Anwohner gefüllt, passen die Tüten nicht mehr in den Korb, wurden sie daneben gestellt." Doch nicht nur Hausmüll wurde so illegal entsorgt, „Ich habe schon Bauschutt, Asbestplatten, heißes Grillgut und anderes in den Körben gefunden“ so Zschörper. Das konnte so nicht weitergehen, fand auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und schlugen vor, die Körbe mal vier Wochen nicht leeren zu lassen, um der Bevölkerung einen Spiegel vorzuhalten. „Das geht aber so auch nicht“ fanden die Stadtverordneten und eben auch Oliver Kratzsch. Er sagte weiter: „Es kann nicht sein, dass der Ruf einer ganzen Stadt leidet, nur weil einige Bewohner nicht in der Lage sind, ihren Müll vernünftig zu entsorgen.“ Es wurde sich also auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, welches scheinbar erste Wirkungen zeige. Neben der öffentlichen Diskussion um das Problem, zeigen scheinbar auch die auf allen Papierkörben angebrachten Hinweisschilder Wirkung. Darauf kann jeder lesen, dass der Missbrauch des Korbes für die Entsorgung von Haus- und Gewerbeabfällen eine Geldbuße von bis zu 2500 Euro nach sich ziehen kann. Die Stadtverwaltung zahlt 500 Euro für sachdienliche Hinweise, die einen Müllsünder überführen. Eckhard Zschörper ist indes froh, dass sich die Politik mit dem Thema befasst. Im Frühjahr wurde die Situation angeblich unerträglich. Steht ein Müllbeutel neben dem Korb, kommen seiner Aussage nach "sofort weitere dazu. Es gab keine Hemmschwelle mehr", so sagt er. In den letzten Wochen ließe sich jedoch ein Rückgang des illegal entsorgten Mülls verzeichnen. Auch Zschörper vermutet, dass dies auf die geführte Diskussion zurückzuführen ist, „Finde ich richtig gut, was ihr da gemacht habt“ fügt er hinzu. Für Oliver Kratzsch ist nach der Tour klar, dass die Maßnahmen erfolgreich waren, auch wenn sich noch immer reichlich Hausmüll in den Körben befindet. „Wenn diejenigen die ihren Müll noch immer in den Körben entsorgen, dass erste Bußgeld zahlen müssen, wird auch hier die Einsicht einsetzten.“ Ich werde es weiterhin nicht hinnehmen, dass die wenigen, die die Müll-Gebühren sparen wollen, sich dies von der Gemeinschaft bezahlen lassen.“ Wenn sich die Situation nicht spürbar verbessere, haben Kratzsch und Zschörper eine weitere gemeinsame Runde vereinbart. (ps/man)  

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