Theater trauert

Theater trauert

Marie Grubert mit einem wundervollen Lächeln. Foto: BT

Schauspielerin Gruber gestorben

Brandenburg. Sie stand ab 2001 mehrere Spielzeiten erfolgreich als Mechthild in Oliver Bukowskis Solo-Stück „Nichts Schöneres“ auf der Brandenburger Bühne. Marie Gruber bezeichnete die Rolle selbst als „Traumrolle“. Der Monolog einer Frau, die sich ausspricht über ihr Leben und die vergangene Nacht. Ein Monolog voller tragischer Leichtigkeit, Sex, furchtbaren Erlebnissen und Allerweltsgeschichten. Das Bett wird wieder zur Couch, die aufgeräumte Stimmung bleibt und hält vor für eine Stunde voller Sarkasmus, Poesie und Witz. Nicht nur als Mechthild begeisterte sie durch ihre Authentizität als Mensch und als Schauspielerin. Ab 2002 war sie an der beliebten Reihe „In Gärten gelesen“ beteiligt. 2003 spielte sie in dem Theaterspektakel „Verrückt auf Italienisch“ von Eduardo de Filippo (BT in Kooperation mit der Ernst Busch Schauspielschule Berlin) in der Regie von Carl- Hermann Risse am Brandenburger Theater. „Vor Schauspielern sollte man sich immer hüten, denn bei Ihnen weiß man nie, was echt ist, und was Verstellung“, so das Credo der vier Minikomödien. „Vor Marie Gruber musste man sich nicht hüten: sie war im wahrsten Sinne des Wortes ECHT, mit großem Herz und Verstand. Die (Theater-)Welt ist um einen wunderbaren Menschen ärmer geworden. Das Brandenburger Theater trauert um Marie Gruber“, sagt Theaterchef Klaus Deschner stellvertretend für alle Mitarbeiter.

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