Überführung bis 2022

Bahnübergang soll verschwinden

Brandenburg. Die Deutsche Bahn beschäftigt Bürgermeister Steffen Scheller gerade intensiv - nicht nur dass er nach einer Parklösung für den Hauptbahnhof sucht für die vielen tausend Berufspendler, die täglich vor allem Richtung Potsdam und Berlin zur Arbeit fahren.
Er ist auch mit Verkehrsministerin Kathrin Schneider im Gespräch, dass die RE1-Zug-Taktfrequenzen von jetzt zwei auf drei die Stunden erhöht werden. Grund sind überfüllte Züge im Berufsverkehr, in denen sich oft kein Sitzplatz mehr finden lässt. Scheller: „Wir können nicht  warten bis Verbesserungen im Jahr 2022 greifen wie sie jetzt vom Land in Aussicht gestellt werden. Wie will die Landesregierung den Bürgern erklären, dass sie fünf Jahre auf die Umsetzung des neuen Nahverkehrsplanes warten müssen? Manche sind bis dahin in Rente.  Die Probleme der vielen Pendler bestehen schon heute und müssen kurzfristig gelöst werden.“ Eine Lösung scheint dagegen für den Bahnübergang Wust, an dem sich ständig lange Staus bilden, gefunden. „So wie es aussieht hat das Warten ein Ende. Das Land befindet sich mit der Deutschen Bahn hinsichtlich der Querungsvereinbarung auf einem guten Weg. Der erste technische Entwurf für eine Überführung soll 2018  vorgelegt werden, so dass mit dem dafür notwendigen  Feststellungsverfahren begonnen werden kann. Die Fertigstellung  soll bis 2022 erfolgen“, kündigt der Bürgermeister an.  
Der Wegfall der Stau-Schranken würde nicht nur die Situation der Bürger aus Wust und Gollwitz verbessern, sondern den Geschäften im EKZ Wust wohl auch zusätzliche Kunden bescheren, denn viele meiden die Fahrt wegen der Wartezeiten an den Schranken und kaufen woanders ein. „Es ist gut  dass das Land dieses Vorhaben jetzt angeht, wir hätten uns über eine frühere Umsetzung auch nicht beschwert“, witzelt Scheller.     

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