Vom Finanzer zum Stadtchef

Vom Finanzer zum Stadtchef

Steffen Scheller mit seinem Wahlprogramm an der Havel am Mühlendamm. Foto: pet

Die ehrgeizigen Pläne von Bürgermeister Steffen Scheller bis zum Jahr 2026

Brandenburg. Die damalige Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann holte Steffen Scheller (beide CDU) 2005 als Finanzchef in die Brandenburger Stadtverwaltung. 2006 wurde er vom Stadtparlament zum Bürgermeister berufen. Nun will der 48-jährige studierte Bankkaufmann, der gerne Ski und Fahrrad fährt sowie angelt, Oberbürgermeister werden.
Diese Woche stellte der Vater zweier Töchter sein druckfrisches Wahlprogramm vor, das sieben Schwerpunkte umfasst. Ein Kernziel neben einer attraktiveren Stadtentwicklung: er will  die Stadtschulden weiter reduzieren ohne Steuern zu erhöhen.
Zu den bedeutenden Bauvorhaben, die er in den nächsten acht Jahren stemmen will, gehören der Neubau der Planebrücke sowie von Parkhäusern am Rand der Innenstadt sowie einer Tiefgarage unterm Neustadt Markt. In Neuendorf will er die Industrie-Brache der ehemaligen Elisabethhütte abreißen lassen und in Kirchmöser einen Investor für den Seegarten finden. Die Sanierung der alten Brücke soll demnächst starten. Für die Göttiner plant Scheller einen Radweg nach Reckahn und den Wustern würde er gern eine Überführung des Bahnübergangs bescheren. Für Zuzügler will er eine Hotline einrichten, unter der er auch persönlich ansprechbar ist, wo sie alles erfahren, was ihnen hilft, in der Havelstadt seßhaft zu werden. Für sportliche Jugendliche wünscht sich Steffen Scheller eine Skaterhalle und er will den Ausbau von preiswerten Wohnangeboten für Studenten unterstützen. Zudem wolle er sich dafür einsetzen, dass der Zentrumsring weiter durch das Land saniert wird und das eine „grüne Welle“ auf den Durchfahrtsstraßen eingeführt wird. Von der Bahn fordert der Bürgermeister, dass sie schnellstmöglichst drei Züge pro Stunden zwischen Brandenburg und Berlin verkehren lässt um Berufspendlern den Weg zur Arbeit zu vereinfachen.  Brandenburg an der Havel sei bereits wunderschön aber es gebe noch viel zu tun, sagt der 48-Jährige, der die Bürgerbeteiligung bei wichtigen Projekten verbessern möchte.  
Steffen Scheller baue keine utopischen Luftschlösser. Im letzten Jahrzehnt habe sich Brandenburg zu einer attraktiven und selbstbewussten Stadt entwickelt. Diesen Faden nehme Scheller unter dem Motto: ,unsere Stadt in guten Händen` auf und gebe ihn mit seiner frischen Art eine neue Form, kommentiert Ex-Oberbürgermeisterin und CDU-Stadtchefin Dietlind Tiemann, die ihren langjährigen Vize auch Verdienste beim Verhindern der ungeliebten Kreisgebietsreform zuschreibt.
Stadtverordnetenvorsteher Walter Paaschen lobt Steffen Scheller als Macher, der viel Mut bewiesen habe und dem es auch gelänge für wichtige Bauprojekte wie für Umbauten von Klinikum und Bahnhof das erforderliche Geld zu besorgen.

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