Gemeinden erhalten Seen

Finanzministerium zahlte 6,9 Mio. Euro für Gewässer

Brandenburg. Das Land Brandenburg hat im Jahr 2017 weitere acht Gewässer oder Teilflächen von Gewässern vom Bund übernommen. Damit umfassen die sogenannten vier Gewässerpakete inzwischen insgesamt 194 Gewässer oder Teilflächen von Gewässern mit einer Gesamtfläche von rund 4.490 Hektar. Das geht aus einer Bilanz des Finanzministeriums zu den Gewässerpaketen hervor. Um den öffentlichen Zugang für die Brandenburger zu Gewässern zu erhalten, hatte sich das Land Brandenburg seit 2009 beim Bund gegen eine Privatisierung und zunächst für eine kostenlose Übertragung der Seen an das Land eingesetzt. Nachdem der Bund dies ablehnte, einigte sich Brandenburgs Finanzministerium mit der bundeseigenen Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH (BVVG) und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) auf die vier Gewässerpakete.
Finanzminister Christian Görke erklärte zur Bilanz zum Jahresende 2017: „Von den insgesamt 194 vom Bund übernommenen Seen und Gewässerflächen konnten wir bereits 124 auf die jeweilige Kommune übertragen. Insgesamt haben bis zum Ende dieses Jahres damit 74 verschiedene Kommunen Gewässer oder Teilflächen von Gewässern mit einer Größe von insgesamt rund 3.300 Hektar vom Land übernommen. In diesem Jahr konnten wir beispielsweise die Westhälfte des Groß Glienicker Sees auf die Landeshauptstadt Potsdam übertragen (rund 36 Hektar). Im Landkreis Dahme-Spreewald übernahm die Gemeinde Bestensee den Tonsee (rund 38 Hektar), im Landkreis Märkisch-Oderland die Gemeinde Falkenberg den Gamensee (rund 18 Hektar) und im Landkreis Uckermark die Gemeinde Uckerland den Lübbenower See (rund 34 Hektar).“
Zugleich kündigte Brandenburgs Finanzminister an, dass zum 1. Januar 2018 fünf weitere Gewässerflächen auf die jeweilige Belegenheitskommune übergingen.
Für die vier Gewässerpakete zahlte das Land rund 6,9 Millionen Euro. Während die ersten beiden mit der BVVG geschlossenen Gewässerpakete vorrangig Gewässer mit jeweils mehr als fünf Hektar Fläche umfassten, gehören zum dritten – ebenfalls mit der BVVG geschlossenen – Paket kleinere Gewässerflächen. 

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