SPD besucht Verkehrsbetriebe

SPD besucht Verkehrsbetriebe

Mobilitätsangebote sollen besser vernetzt werden

Brandenburg. Nachdem die SPD-Fraktion zuletzt mit Wobra-Chef Stefan Falk über die Arbeit des stadteigenen Unternehmens diskutierte, besuchten SPD-Stadtverordnete und sachkundige Einwohner mit dem Landtagsabgeordneten Ralf Holzschuher die Brandenburger Verkehrsbetriebe. Unter der Führung ihres Gastgebers, VBBr-Chef Jörg Vogler, besichtigten die Genossen zunächst das moderne Betriebsgelände, wo Busse und Bahnen in einem Depot zusammengeführt sind – bis vor kurzem ein Novum in Deutschland.
„Während eines anschließenden Gedankenaustausches erhielten die Sozialdemokraten  einen tieferen Einblick in Praxis und Probleme des täglichen Öffentlichen Personennahverkehrs in unserer Stadt“, berichtet die SPD-Fraktionsvorsitzende Britta Kornmesser, die betont: „Wir konnten uns davon überzeugen, dass die Verkehrsbetriebe große Anstrengungen unternehmen, um mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln auf die Kundenwünsche einzugehen“. Besonders die Aussage, dass die Verkehrsbetriebe für Fahrten größerer Schülergruppen im Stadtgebiet nach Anruf auch mal Sonderfahrten ohne einen Preisaufschlag einsetzen, wurde begrüßt. Den Vorschlag aus dem SPD-Ortsverein Neustadt, in den äußeren Stadtteilen, wie Eigene Scholle oder in Plaue, Fahrradständer an Bushaltestellen zu installieren, versprach Jörg Vogler aufzunehmen. So sollen unterschiedliche Mobilitätsangebote miteinander besser vernetzt werden.
Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Daniel Keip bezeichnete die Möglichkeit zur ÖPNV-Nutzung grundsätzlich als Teilhabe- und damit als Gerechtigkeitsfrage. Bislang würden die Kosten zu etwa 50 Prozent von der öffentlichen Hand gestützt. Keip zeigte sich mit Vogler einig, dass man über den Zusammenhang zwischen niedrigeren Fahrpreisen und steigenden Fahrgastzahlen in Zukunft sprechen müsste. So könnte der Umsatz erhöht und außerdem ein Beitrag zur Luftreinhaltung und zum Klimaschutz in der Stadt geleistet werden. Beispiele aus Tallinn, Hasselt, Lübben und Templin, wo die Finanzierung des Nahverkehrs umgestellt wurde, könnten hier beispielhaft sein.
Die Gollwitzer Ortsvorsteherin Nicole Näther mahnte an, in Abstimmung mit dem Kreis Potsdam-Mittelmark den Schülerverkehr zwischen Gollwitz, Wust und der Stadt Brandenburg zu verbessern. „In einer zusammenwachsenden Region werden Kooperationen immer wichtiger“, so Britta Kornmesser.
Verkehrsbetriebechef Jörg Vogler führte SPD-Mitglieder durch die Werkstätten. Foto:  SPD

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