Ein Stück zum Nachdenken

Ein Stück zum Nachdenken

Theaterprojekt Anders gastiert am 28. und 29.9. im „Treffpunkt Freizeit“

Potsdam. Das von der „Aktion Mensch“ geförderte „Theaterprojekt Anders“ aus Brandenburg an der Havel soll im dritten Jahr seines Bestehens nun auch   - weiterentwickelt aber mit Stammbesetzung - in Potsdam aufgeführt werden. Am 28. (10 Uhr) und 29. September (19 Uhr mit After Show Party) im „Treffpunkt Freizeit, Großer Saal, Am Neuen Garten 64.
 Die Inszenierung spielt und tanzt mit der Fragestellung warum nicht alle Menschen gleich sind - ausgegrenzt sein möchte niemand. Es geht um Andersartigkeit, Ausgrenzung, Liebe aber auch um Gemeinsamkeiten. Es treffen dabei verschiedene Meinungen und Charaktere aufeinander - eines eint in jedem Fall: das Leben selbst gestalten zu wollen. Choreografin Inga Lehr-Ivanov nimmt sich dem Thema mal humorvoll, mal nachdenklich und auch poetisch an.
33 Tänzer, davon 24 mit Behinderung, stehen auf der Bühne. Sie agieren miteinander, tauschen Rollen und tanzen zusammen. Die Profi-Tänzer der Kasmet-Ballett-Company sowie Bewohner und Mitarbeiter der Lebenshilfe Brandenburg bilden den Mittelpunkt der 90-minütigen Produktion. Sie werden live durch die Band „Puls-T“ begleitet, die fürs Stück eigene Werke komponiert hat.  Am Ende zeigt sich, dass Respekt, Verständnis und Akzeptanz nicht schwer sind und wundervolle Blüten tragen können wenn es gelebt wird.
Trotz inzwischen sechs Aufführungen seien die Laienkünstler nervös und aufgeregt, erzählt der Matthias Pietschmann, Vorstand der Lebenshilfe. Intensives Training (14-tägiges Proben) und das Merken der Schrittfolgen für ein 90-minütiges Programm seien eine große Herausforderung für die teilnehmenden Lebenshilfe-Mitarbeitern und anderen Brandenburgern, die sich allesamt 2015  durch ein Casting fürs Stück qualifizierten. Inzwischen hätten sich nicht nur tänzerisch und schauspielerisch Fortschritte gemacht, sondern  hätten Berührungsängste abgebaut, Selbstvertrauen aufgebaut und seien stolz auf sich, erzählt Projektleiterin Stefanie Ulbrich. Und was sollen die Besucher aus dem Stück mitnehmen? „Anders sein ist wichtig für die Gesellschaft. Über Kunst, Sport, Arbeit und Zusammenleben bauen wir eine inklusive Gesellschaft auf, in der jeder anders sein kann und trotzdem zum Ganzen dazugehört“, betont Pietschmann.
Das Stück bekam bisher beste Kritiken: von „der absolute Hammer“, über „sensationelle Geschichte“ bis zum Prädikat „mitreißend“. Texteinlagen werden dabei in Gebärdensprache übersetzt.
Eintritt: 12 €, ermäßigt 8 €. Gruppen ab 10 Personen zahlen je Besucher 6 €.

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