Potsdams Brücken sind marode

Die Lange Brücke soll ab 2023 durch einen Neubau ersetzt werden

Potsdam. Die Brücken der Landeshauptstadt haben dringenden Sanierungsbedarf. Seit dem vergangenen Jahr ist die Lange Brücke für den Lkw-Verkehr gesperrt und auch an der Nutheschnellstraße muss gebaut werden. Um den durch Medienberichte ausgelösten Befürchtungen vor einem kompletten Verkehrskollaps vorzubeugen, hat die Stadtverwaltung in der vergangenen Woche ihre Pläne für die kommenden Jahre vorgelegt. Demnach soll mit der vorbereitenden Planung für den Ersatzneubau der Langen Brücke 2019 begonnen werden. Erst 2022 soll nach derzeitiger Berechnung das Ausschreibungsverfahren stattfinden. Baubeginn wäre demnach frühestens 2023. Bis dahin soll nach Angaben der Stadtverwaltung der Landesbetrieb Straßenwesen die Hochstraßenbrücke der Nutheschnellstraße
(L40) über die Friedrich-List-Straße instandgesetzt haben, denn für sie ist das Land zuständig. An der Langen Brücke wird etwa fünf Jahre gebaut. Gutachter haben dem jetzigen Bauwerk, auf dem täglich etwa 40.000 Autos unterwegs sind, gravierende Konstruktionsmängel bescheinigt, die nur durch einen Neubau der Brückenanlage behoben werden können. Zuvor werden jedoch das Leipziger Dreieck und die Heinrich-Mann-Allee umstrukturiert und der Horstweg mit seiner Brücke saniert. Für die einzelnen Bauphasen muss zudem eine koordinierte Verkehrsplanung ausgearbeitet werden. (sg)