Kampf für ein sicheres Internet

Kampf für ein sicheres Internet

Zahlreiche Schüler informierten sich beim Safer Internet Day. Auch Heranwachsende aus Schönwalde-Glien wurden zu Möglichkeiten eines besseren Datenschutzes beraten. Foto: Stefan Gloede/Landtag Brandenburg

Schüler diskutierten Chancen und Risiken von beliebten Apps

Havelland. Schüler diskutierten im Landtag Chancen und Risiken der vier beliebten Apps YouTube, WhatsApp, Minecraft und Snapchat. Besprochen wurden Fragen wie „Was machen die Apps mit meinen Daten?“, „Wie verständlich sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen?“ und „Gibt es Alternativen zu den Apps und wie kann man sie kinderfreundlicher machen?“. Mit dabei waren rund 80 Schüler, auch aus Schönwalde-Glien. Landtagspräsidentin Britta Stark äußerte sich zur Thematik im Plenarsaal. Sie sagte: „Ein besseres Internet beginnt mit euch. Ihr entscheidet, was ihr mit wem teilt. Ihr könnt Netzcourage zeigen, Mobber oder Hasskommentare melden, Petitionen starten. Manchmal entsteht der Eindruck, es im Netz mit anonymen Mächten zu tun zu haben, die viel von uns wissen, ohne dass wir wissen, was sie mit unseren Daten anstellen. Deshalb ist es wichtig, sich vorher gut zu informieren, um seine Persönlichkeitsrechte zu schützen.“ Bildungsministerin Britta Ernst hält das Internet für eine „segensreiche Erfindung.“ Dennoch sagt sie weiter: „Doch nicht jeder ist mit guten Absichten unterwegs. Hinter so manchem lächelnden Smiley verbirgt sich die böse Tat. Deshalb wird es immer wichtiger, dass Kinder und Jugendliche möglichst früh den richtigen, eben sicheren Umgang mit diesem Medium lernen. Die Schulen sollen die jungen User auf dem Weg in die digitale Welt begleiten und das nötige Rüstzeug mit auf den Weg geben.“ In mehr als 100 Ländern weltweit machten Aktionen und Veranstaltungen auf das Thema Internetsicherheit aufmerksam. Der 25-Jährige Dennis B. sagt zum Thema: „Oft habe ich das Gefühl, dass die Jugendlichen heutzutage garnicht wissen, was sie alles öffentlich posten, da wird quasi jede Kleinigkeit auf Instagram geteilt, ohne zu wissen, was mit den Daten passiert. Ich fände es schon empfehlenswert, wenn Heranwachsende an den Schulen eine Art Medienunterricht erhielten und sich mehr mit dem Datenschutz befassen würden. Das Thema Big Data wird uns in den nächsten Jahren jedenfalls immer mehr beschäftigen und die Folgen sind noch garnicht komplett abzusehen.“ Schützen Sie ihre Daten im Internet oder teilen Sie entspannt alle Aktivitäten? Was sollte getan werden, das das Surfen im Netz sicherer wird? Schreiben Sie uns ihre Meinung zum Thema per Mail an nauen@preussenspiegel-online.de (ps/man)