Die Stadt boomt wie nie zuvor

Die Stadt boomt wie nie zuvor

Bürgermeister Steffen Scheller zog positive Bilanz für 2017 und stellte Pläne vor

Brandenburg. Die Havelstadt ist auf Wachstumskurs - nie zuvor gab es seit der Wende soviele Arbeitsplätze und eine so niedrige Arbeitslosenquote (10,0).  Und entgegen den Prognosen steigt die Einwohnerzahl. Von 2014 bis heute von 71.032 auf 72.151. Der Babyboom sorgt dafür dass Kitas gebaut (560 neue Plätze) und Schulen wiedereröffnet werden.  Diese Woche präsentierte Bürgermeister Steffen Scheller seine Pläne für 2018. Eine Achillesferse bleibt die Zugverbindung nach Berlin. „20.000 Berufspendler haben wir am Tag registriert. Da ist dringend ein dritter Zug nötig und das vor Fahrplanwechsel 2020.“ Zudem sucht Schellers Team nach einer Parkplatzlösung am Hauptbahnhof.
Vor allem die sprudelnden Gewerbeeinnahmen sorgen für ein dickes Plus in der Stadtkasse von 13 Mio. Euro alleine im Jahr 2017 - finanzieller Spielraum für höhere Investitionen in Kitas, öffentlichen Nahverkehr und für Kulturangebote. Und das ganze ohne Neuverschuldung. Weil die Innenstadt immer attraktiver wird - auch für Wohnungssuchende will Scheller dort verstärkt Bauflächen schaffen. Beispielsweise auf der Brachfläche der ehemaligen Ziegelei am Neustädtischen Wassertor und am Packhof - bei letzterem Vorhaben werde auch die Bürgerinitiative beteiligt, verspricht der Stadtchef, der neues Jobpotential auch durch den gerade im Bau befindlichen Autobahnzubringer im Bereich Schmerzke sieht: entlang der Trasse würden Grundstücke angeschlossen, die sich für Ansiedlung gut eigneten. Er wolle dazu auch eng mit der benachbarten Gemeinde Lehnin zusammen arbeiten, kündigt Scheller an. Parallel liefen Gespräche mit den Landkreisen über eine Zusammenarbeit auf vielen Gebieten. Künftig würde er mindestens einmal im Jahr auch die Bürger in den Ortsteilen über wichtige Projekte vor ihrer Haustür informieren. So gab es erst jüngst Versammlungen in Plaue, Kirchmöser, Göttin, eigene Scholle, Mahlenzien und Klein Kreutz. Viele Probleme ließen sich binnen weniger Tage unkompliziert lösen, ist sich Scheller sicher. Er wolle auch die Jugendlichen über ein Forum stärker in die Ideenfindung für die Stadtentwicklung einbeziehen. Er sei dazu im engen Kontakt mit der Jugendbeauftragten.   
Rückenwind von der Jugend könnte es schon jetzt geben: Alleine 2017/18 fließen 10 Mio. € in die Sanierung von Schulgebäude und Sporthallen. Weitere Investitionen sind u.a. für die Feuerwehr, Innenstadtsanierung, Radwegenetz und Dorferneuerung vorgesehen. Sanierungsstart soll 2018 auch für die marode alte Plauer Brücke sein.   Das Investitionsvolumen  für städtische Projekte betrug laut Scheller 2017 insgesamt 17,6 Mio. Euro und beläuft sich für 2018 auf 14,17 Mio. Euro. 

Kommentare

  1. User
    Melle Brandenburg, Sa, 03.02.2018 15:54

    Ahha!Ich hören es immer und immer wieder,dass angeblich die Wirtschaft Boomt!Ich frage mich wo?Ich bin nun in 2 Wochen mal wieder Arbeitslos und ich kenne noch 2 Personen die dieses Jahr schon ihren Arbeitsplatz verloren haben, weil die Wirtschaft angeblich Boomt!Überall hört nur noch das die Umsetze fehlen! Wo bitte genau Boomt die Wirtschaft?