Eine notleidende Stadt?

Eine notleidende Stadt?

Brandenburg/H. erhält 9 Mio. € für Bildungsinvestitionen

Brandenburg. „Vielleicht kommt der neue Schulhof für die Magnus-Hoffmann-Schule jetzt ganz schnell“, meint der Kirchmöseraner Stadtverordnete Carsten Eichmüller. Zuvor hatten der SPD-Stadtchef Ralf Holzschuher und Fraktionschefin Britta Kornmesser die SPD-Fraktion darüber unterrichtet, dass das Land die Stadt Brandenburg an der Havel als „notleidende Kommune“ anerkennt und so 9 Millionen Euro Bundesmittel für den Bildungsbereich an die Stadt gehen.
„Es ist zwar unschön, dass wir noch immer notleidende Kommune sind“, meint Kornmesser. „Aber wenigstens erhalten wird deswegen Geld für die Schulentwicklung.“ Ob davon allerdings zum Beispiel ein Schulhof gestaltet werden darf, wird man sehen. „Wir werden es jedenfalls vorschlagen“, so Eichmüller. Die SPD-Fraktion hat weitere Vorschläge: Die Grundschulen im Innenstadtbereich sowie die Oberschulen und Gymnasien haben Platzbedarf – Neu- oder Anbauten seien notwendig. „Die erfreulich steigenden Schülerzahlen zwingen zum Handeln. Unser Vorschlag zur Errichtung eines Schulzentrums wurde abgelehnt“, beklagt der SPD-Bildungsexperte Udo Geiseler. Zumindest fordern die Genossen in einem ersten Schritt, dass die auf SPD-Antrag in diesem Jahr beschlossenen Maßnahmen zum Hitze-, Sonnen- und Wärmeschutz für Schulen zügig umgesetzt werden. Darüber hinaus könnten aus SPD-Sicht Turnhallen saniert und in Innenstadtnähe auch über einen Hallen-Neubau nachgedacht werde, da dort der Schulsport nur mit Schwierigkeiten abgesichert werden kann. Auch Bürgermeister Steffen Scheller verspricht künftig „bestmögliche Lernbedingungen.“ Die Stadt habe in den vergangenen Jahren rund 51 Mio. € in Schulen investiert. Geplant seien nun wlan an allen Schulen, neue Sanitäranlagen, neue Sportplätze bis hi zu einer Mensa, kündigt Scheller an.