Berührender Abschied

Berührender Abschied

In der Ritterakademie nahmen Mitstreiter Abschied von Dietlind Tiemann

Brandenburg. Alles was Rang und Namen in der Havelstadt hat versammelte sich Donnerstag bei strahlendem Sonnenschein in der Ritterakademie des Doms um Dr. Dietlind Tiemann offiziell für 14 Amtsjahre als Oberbürgermeisterin zu danken und sie offiziell in den Bundestag zu verabschieden. Bereits am 12. Oktober hat Steffen Scheller ihre Geschäfte übernommen.  Als Tiemann am 17.12.2003 die Stadt übernahm, redeten alle vom „Aschenputtel der Mark“, das die damals noch von ihren Gegnern belächelte Stadtchefin zur „attraktivsten Stadt im Land“ machen wollte. Inzwischen seien viele Brandenburger wieder stolz auf ihre Stadt. Tiemann habe viele ihrer Vorhaben erfolgreich umgesetzt, lobt Stadtverordnetenvorsteher Walter Paaschen. Domdechant Prof. Wolfgang Huber schwärmt von Tiemanns „effektives Arbeiten und ihre präzise Vorbereitung auf Gespräche.“ Die Havelstadt habe sich unter ihrer Regie gut entwickelt, der Ruhm reiche inzwischen bis Großbritannien.  Sie sei immer zur Stelle gewesen wenn sie gebraucht wurde und habe Begeisterung für den Dom spüren lassen, lobt Huber. Seit 100 Jahren habe niemand solange in Brandenburg/H. regiert wie Tiemann. Mit ihm gehöre sie zu den „Granden der Kommunalpolitik“ im Land, lobt Potsdams Oberbürgermeistere Jann Jakobs, den es immer noch beeindruckt, dass Tiemann mit ihrem Team einfach so dass Loch in der Stadtmitte mit Kies verfüllt hat, um zu zeigen: „Wir packen das an.“ Der CDU-Fraktionschef im Landtag, Ingo Senftleben, lobt Tiemanns Engagement im Kampf um den Erhalt der Kreisfreiheit. Sie sei ein Sonnenschein im Land, der farbenfroh ausstrahlt und immer gute Ideen habe. Sie sei landesweit eine wichtige Politikerin, die wisse was Menschen bewegt. Ex-Landeskonservator Prof. lobt, auf Dietlind Tiemann sei Verlass und sie habe der  alten Stadt wieder ihre Würde zurückgegeben.  René Mantke, Prodekan der Medizinischen Hochschule, würdigte Tiemanns Hartnäckigkeit bei der komplizierten Zulassung  der Einrichtung. Ihr Leitspruch sei gewesen: „Wir können das.“
Großes Engagement habe die Ex-Stadtchefin auch bei den Bewerbungen für große Meisterschaften auf der Regattastrecke gezeigt, lobt  der Ehrenvorsitzende des Deutschen Ruderverbandes, Helmut Grieb. Ihn beeindrucke auch heute noch dass für die Wettkampftauglichkeit eine ganze Insel im Beetzsee verlegt werden konnte. Sie wolle die Entwicklung ihrer Heimatstadt weiter mit Herz und Verstand unterstützen, verspricht Dietlind Tiemann, die sich im Bundestag vor allem für eine Besserung der Versorgung im Gesundheitswesen einsetzen möchte. Für sie sei ihr bisheriges Team wie eine Familie, die in guten und schwierigen Zeiten immer zueinander gestanden hat.